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Gerhard Richter im 21. Jahrhundert

Im Kunstkompass, einer „Weltrangliste der lebenden Künstler“ belegte Gerhard Richter bis 2015 den ersten Platz und gehört weltweit zu den teuersten lebenden Gegenwartskünstlern.

[…] „Es geht nur noch um den Preis“ Die Summen, die für seine Kunst gezahlt werden, nennt er schockierend. Manche seiner Bilder hält er für überbewertet. Und dass sein Ruhm schon bald zerbricht? Damit rechnet er geradezu… [Quelle: DIE ZEIT Nr.10/2015, 5. März 2015]

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© Gerhard Richter 2016
Gerhard Richter wird am 9. Februar 1932 in Dresden geboren. Um die Jahrtausendwende konzentriert sich Richter mehr und mehr auf seine Abstrakten Bilder. Zu Beginn der 1990er-Jahre ist Richter voll und ganz mit seinen Abstrakten Bildern befasst, denen er sich nahezu das gesamte erste Jahr der Dekade widmet. Nach hektischen Jahren, bedingt durch Ausstellungstermine und wachsende Nachfrage auf dem Kunstmarkt, geht es ihm jetzt nachdrücklich um ein überschaubareres Pensum.  Für Richter ist 2002 auch wegen der ihm gewidmeten, großen Retrospektive “Forty Years of Painting“ am MoMA in New York ein entscheidendes Jahr.

John Cage

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© Gerhard Richter – Cage 6 – Öl auf Leinwand, 2006, 300 cm x 300 cm Werkverzeichnis 897-6
Die von Robert Storr kuratierte Schau versammelt 190 Arbeiten. Begleitet von einem einflussreichen Katalog ist sie eine der umfassendsten Ausstellungen zu Richters Werk überhaupt. Darüber hinaus bekräftigt sie Richters Rang als einen der führenden Künstler weltweit. Im darauffolgenden Jahr, 2006, entsteht mit „Cage“ einer von Richters bedeutendsten abstrakten Bildzyklen. Die sechs großformatigen Leinwände, von Nicholas Serota „gebieterisch„6“genannt, verdanken ihren Titel dem amerikanischen Komponisten Neuer Musik John Cage, den Richter zwar nie persönlich begegnet, dessen Werk jedoch seit langem eine innere Verwandtschaft mit seinem eigenen hat.

Tausendundeine Nacht

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© Gerhard Richter – Sindbad – Lack hinter Glas, 2008, 30 cm x 24 cm Werkverzeichnis 905-3
2008 beginnt Richter seine Arbeit an „Sindbad“, einem bedeutenden abstrakten Werkzyklus in leuchtenden Farben. Sindbad, eine Arbeit aus 100 kleinformatigen Glasbildern mit rückseitiger Emaillierung ist Richters erster Zyklus mit Bezug auf Tausendundeinenacht, 2010 folgt der Zyklus „Aladin“. Dass der Künstler zu dieser Zeit viel über den Mittleren Osten nachdenkt, wird auch anhand der verwandten Bildserien „Bagdad“ 2010, und Abdallah“, 2010, deutlich. Sindbad greift teilweise jene hellere Palette auf, mit der sich Richter in den abstrakten Arbeiten der späten 1970er und frühen 1980er-Jahre auseinander gesetzt hat, und so ist der Zyklus eine facettenreiche, fröhliche Erkundung von Farbe und Abstraktion.

Einer der jüngsten Wege, die Richter im Zuge seiner Erforschung von Abstraktion und Farbe eingeschlagen hat, ist seine Arbeit mit Streifen.“Strip“ 2011, ein zwischen Aluminium und Plexiglas kaschierter Digitaldruck, zeigt Dutzende horizontaler Streifen unterschiedlicher Stärke und erstreckt sich über eine Gesamtlänge von drei Metern.

Das Werk lässt auf faszinierende Weise ahnen, was wir von einem der produktivsten und renommiertesten Künstler dieser Zeit erwarten dürfen, dessen unermüdlicher Antrieb, die Ausdrucksformen und Möglichkeiten der Malerei und des bildgebenden Schaffens zu erforschen dafür sorgt, dass er nach wie vor zu den Pionieren neuer Entwicklungen in der zeitgenössischen Kunst zu rechnen ist [Quelle: Gerhard Richter]

Ein Kommentar zu “Gerhard Richter im 21. Jahrhundert”

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