Anthonis van Dyck – Porträt der Maria de Tassis

The Princely Collections

Anthonis van Dyck, Porträt der Maria de Tassis, Ausstellung Rubens bis Makart, Die Fürstlichen Sammlungen Liechtenstein, Albertina Wien
Anthonis van Dyck, Porträt der Maria de Tassis, um 1629/30, Öl auf Leinwand © LIECHTENSTEIN. The Princely Collections, Vaduz–Vienna

Anthonis van Dyck – Das Porträt der Maria de Tassis ist eines der anspruchsvollsten Bildnisse im umfangreichen Porträtschaffen Anthonis van Dycks (1599-1641). 

Anthonis van Dyck, Porträt der Maria de Tassis, Ausstellung Rubens bis Makart, Die Fürstlichen Sammlungen Liechtenstein, Albertina Wien
Anthonis van Dyck, Porträt der Maria de Tassis, um 1629/30, Öl auf Leinwand © LIECHTENSTEIN. The Princely Collections, Vaduz–Vienna

Anthonis van Dyck 

Der Heilige Hieronymus ist die früheste großformatige religiöse Komposition Anthonis van Dycks. Der Heilige ist als alter, von Einsiedlerdasein und Bußübungen ausgezehrter, aber muskulöser Mann dargestellt. Über seine Aufgabe gebeugt und vom Betrachter abgewandt, ist er völlig auf seine Schreibarbeit konzentriert. Der rote Mantel, der auf seine historisch nicht belegbare Kardinalswürde anspielt, bildet eine wirksame optische Barriere. In ihrem Volumen sowie im breiten, verriebenen Farbauftrag steht sie in starkem Kontrast zu dem kleinteilig, fast zeichnerisch ausgeführten Kopf. Anthonis van Dyck stellt den gealterten Heiligen ohne Idealisierung dar und paart hier den Naturalismus Caravaggios mit dem Kolorit und der Technik der venezianischen Malerei.

Porträt der Maria de Tassis

Das Porträt der Maria de Tassis ist eines der anspruchsvollsten Bildnisse im umfangreichen Porträtschaffen des Künstlers Anthonis van Dyck. Mit freundlichem, aber eindringlichem Gesichtsausdruck wendet sich die junge Frau aus dem Bild heraus direkt an den Betrachter. Ihre aufmerksame Mimik, das angedeutete Lächeln, die zart geröteten Wangen und die locker ins Gesicht fallenden Strähnen ihres gewellten Haars vermitteln eine große Momenthaftigkeit und ungezwungene Lebendigkeit, die effektvoll mit dem materiellen Reichtum der dargestellten Gewänder und Juwelen kontrastiert. In der überbordenden Pracht des Werks spiegelt sich das große Selbstbewusstsein der außerordentlich vermögenden katholischen und spanientreuen Elite in den Südlichen Niederlanden, der die Dargestellte zweifellos angehört: Das Geschlecht der Tassis oder Taxis erlangte mit der Einführung eines europäischen Postsystems im späten 15. Jahrhundert allgemeine Bekanntheit. Lesetipp: Rubens bis Makart – Die fürstlichen Sammlungen Liechtenstein → … 

Die Fürstlichen Sammlungen Liechtenstein

Die prachtvollen Sammlungen des Fürstenhauses Liechtenstein zählen mit jenen des britischen Königshauses zu den bedeutendsten und größten Privatsammlungen der Welt. Sie vereinigen imposante Skulpturen und Gemälde der Renaissance und des Barocks von Adrian de Vries, Rubens und Anthonis van Dyck, großartige Arbeiten der italienischen und französischen Künstler Giambologna, Canaletto und Hyacinthe Rigaud, Meisterwerke des Wiener Biedermeiers von Amerling und Waldmüller sowie erlesene Gemälde von Makart. Das Palais Liechtenstein in Wien → … Der Künstler und Maler Friedrich von Amerling → … Die schönsten Pfingstrosen von Ferdinand Georg Waldmüller → … Porträt der Maria de Tassis: 

Anthonis van Dyck, Porträt der Maria de Tassis, Ausstellung Rubens bis Makart, Die Fürstlichen Sammlungen Liechtenstein, Albertina Wien
Anthonis van Dyck, Porträt der Maria de Tassis, um 1629/30, Öl auf Leinwand © LIECHTENSTEIN. The Princely Collections, Vaduz–Vienna

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