Alexej von Jawlensky & Marianne von Werefkin – ein russisches Künstlerpaar

ein russisches Künstlerpaar - 1860 bis 1941

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ALEXEJ VON JAWLENSKY 1864–1941, Heilandsgesicht: Seelische Melodie, 1922, Öl auf Holz, 24 × 18 cm, Renate und Friedrich Johenning Stiftung Foto: Linda Inconi-Jansen

Alexej von Jawlensky & Marianne von Werefkin. 1906 unternahm Alexej von Jawlensky (1964-1941) mit der Künstlerin Marianne von Werefkin (1860-1938), seiner Lebensgefährtin und Förderin, eine Frankreichreise. Angeregt vom Neoimpressionismus und den Werken Paul Cézannes entdeckte das russische Künstlerpaar die Flächenmalerei. 

Alexej Jawlensky & Marianne Werefkin

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ALEXEJ VON JAWLENSKY 1864–1941, Heilandsgesicht: Seelische Melodie, 1922, Öl auf Holz, 24 × 18 cm, Renate und Friedrich Johenning Stiftung Foto: Linda Inconi-Jansen

Alexej von Jawlensky war ein russisch-deutscher Maler des Expressionismus im Umfeld von Wassily Kandinsky. Eine Ikone der Moderne ist das 1922 entstandene Jawlensky Werk Heilandsgesicht: Seelische Melodie. Im Gemälde Stillleben mit Äpfeln, blauer Schale und Kanne (1907) verarbeitete Jawlensky die Einflüsse der Frankreichreise. Mädchen mit grüner Stola (1909) stand am Anfang einer intensiven Auseinandersetzung des Künstlers mit dem menschlichen Antlitz. Bereits 1905 hatten Jawlensky und Werefkin den oberbayerischen Ort Murnau am Staffelsee für sich entdeckt. Im Sommer 1908 luden sie Wassily Kandinsky (Die Russische Avantgarde → …) und Gabriele Münter zur Sommerfrische ein. 1909 kaufte Münter in Murnau ein Landhaus, das ihr neuer Lebensmittelpunkt wurde. Hier trafen einander die dem Blauen Reiter nahestehenden KünstlerInnen, die Mitglieder der 1909 von Jawlensky gegründeten Neuen Künstlervereinigung München (N.K.V.M.). Durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs fand die Gemeinschaft in Murnau ein jähes Ende. „Feindliche Ausländer“ mussten Deutschland innerhalb von 24 Stunden verlassen. Kandinsky flüchtete mit Münter in die Schweiz und kehrte in der Folge nach Russland zurück, die private Beziehung ging in die Brüche. Werefkin und Jawlensky verlegten zu Kriegsbeginn ihren Wohnsitz an den Genfer See. Hier rückte die Landschaft ins Zentrum des Interesses, etwa in Jawlenskys 1916 entstandener Gewitterstimmung, die bereits ein hohes Maß an Abstraktion aufweist. Im Herbst des Jahres übersiedelte das Künstlerpaar in die Schweizer Hauptstadt. Alexej von Jawlensky begann mit seriellen Bildnissen, den Mystischen Köpfen und Heilandsgesichtern. Eine Ikone der Moderne ist das 1922 entstandene Heilandsgesicht: Seelische Melodie. Deutscher Expressionismus → ...

Marianne von Werefkin Tula/Russland 1860-1938 Ascona/Schweiz:

MARIANNE VON WEREFKIN, Die Allee (L’Allée ), JAWLENSKY, Deutscher Expressionismus,
MARIANNE VON WEREFKIN 1860–1938, Die Allee (L’Allée ), um 1917, Tempera auf Papier auf Karton, 33,5 × 24,5 cm, Fondazione Gabriele e Anna Braglia, Lugano
Foto: Roberto Pellegrini

Marianne von Werefkin: 1883 Beginn der privaten Malausbildung bei Ilja Repin in St. Petersburg 1888 Schwere Handverletzung infolge eines Jagdunfalls. 1892 Erstmaliges Zusammentreffen mit Alexej von Jawlensky. 1896 Umzug nach München und zehnjährige Unterbrechung ihrer malerischen Aktivitäten zugunsten Jawlenskys Künstlerausbildung. 1897 Gründerin der Bruderschaft von Sankt Lukas 1903 – 1905 Studienreisen und längere Aufenthalte in Frankreich. 1906 Wiederaufnahme ihrer Maltätigkeit. 1908/09 Sommeraufenthalte in Murnau mit Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky und Gabriele Münter. 1909 Mitglied der Neuen Künstlervereinigung München (NKVM). 1910 Bekanntschaft mit August und Elisabeth Macke (August Macke – Biografie → …1912 Austritt aus der NKVM und Teilnahme an der Ausstellung des Blauen Reiters.1913 Reise nach Russland.1914 Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges Flucht in die Schweiz. 1917 Endgültiger Verlust der zaristischen Pension ihres Vaters. 1917/18 Umzug vom Genfer See nach Zürich, anschließend nach Ascona/Schweiz. 1921 Trennung von Alexej von Jawlensky. 1924 Mitbegründerin der Asconeser Künstlergruppe. Der Große Bär 1935/36 Verschlimmerung ihres Herzleidens. Lesetipp: Emil Nolde Biografie → …

Alexej von Jawlensky Torschok/Russland 1864/65–1941 Wiesbaden/Deutschland

WASSILY KANDINSKY, Murnau – Zwei Häuser, Deutscher Expressionismus, Ausstellung im Leopold Museum
WASSILY KANDINSKY 1866–1944, Murnau – Zwei Häuser, 1908, Öl auf Karton, 32,5 × 44,5 cm, Fondazione Gabriele e Anna Braglia, Lugano, Foto: Christoph Münstermann

Alexej von Jawlensky war ein russisch-deutscher Maler des Expressionismus im Umfeld der von Wassily Kandinsky und Franz Marc initiierten Künstlergemeinschaft Der Blaue Reiter. 1874 Umzug nach Moskau. 1881-1894 Offiziersausbildung in der russischen Armee. 1890-1896 Studium an der Akademie der Künste in St. Petersburg. 1892 Beginn der Lebensfreundschaft mit Marianne von Werefkin. 1895 Bekanntschaft mit seiner späteren Ehefrau Helene Nesnakomoff. 1896 Austritt aus dem Militär und Umzug nach München. 1896/97 Mehrjährige Zeichen- und Malausbildung an der Privatschule von Anton Ažbe in München. 1903-1907 Studienreisen nach Frankreich, Russland und in die Schweiz. 1908/09 Sommeraufenthalt in Murnau mit Werefkin, Wassily Kandinsky und Gabriele Münter. 1909 entstand Kandinskys Murnau – Zwei Häuser, ein Gemälde, für welches das optisch Wahrnehmbare nur mehr den Ausgangspunkt bildete.1909 Mitbegründer der Neuen Künstlervereinigung München (NKVM). 1912 Austritt aus der NKVM und gemeinsame Ausstellungstätigkeit mit der Redaktionsgemeinschaft Der Blaue Reiter. 1914 Nach Kriegsausbruch Flucht in die Schweiz. 1921 Trennung von Werefkin, lässt sich in Wiesbaden nieder. 1922 Eheschließung mit Helene Nesnakomoff. 1924 Gründungsmitglied der Künstlergruppe Die Blaue Vier. 1929/30. Erkrankung an Arthritis, Lähmungserscheinungen der Hände und Kniegelenke. 1930 Zuerkennung der deutschen Staatsbürgerschaft. 1933 Diffamierung als „entarteter“ Künstler, Ausstellungsverbot. 1937 Beschlagnahmung von 72 seiner Werke aus öffentlichen Sammlungen in Deutschland. 1938 Vollständige Lähmung des Malers Alexej von Jawlensky. Die Russische Avantgarde → …

Deutsche Expressionismus zu Gast im Leopold Museum

Deutscher Expressionismus. Die Sammlungen Braglia und Johenning → … zu Gast im Leopold Museum Wien mit Werken von Emil Nolde, Max Pechstein, Alexej von Jawlensky, Marianne von Werefkin, August Macke uvamm. Art On Screen – Ticket Service. Tickets einfach und bequem online bestellen. Hier geht es zum Ticket Service → …

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