Frida Kahlo. Fantastische Frauen. Surreale Welten

Schirn Kunsthalle Frankfurt

Frida Kahlo, Selbstbildnis mit Dornenhalsband, Fantastische Frauen, Surreale Welten, Ausstellung in der Schirn
Frida Kahlo, Selbstbildnis mit Dornenhalsband, 1940, Öl auf Leinwand, Collection of Harry Ransom Center, The University of Texas at Austin, Nickolas Muray Collection of Modern Mexican Art © Banco de México Diego Rivera Frida Kahlo Museums Trust/VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Frida Kahlo. Fantastische Frauen. Surreale Welten von Meret Oppenheim bis Frida Kahlo. Während des Zweiten Weltkriegs emigrierten viele der Surrealisten, u. a. in die USA oder nach Mexiko.

Frida Kahlo, Selbstbildnis mit Dornenhalsband, Fantastische Frauen, Surreale Welten, Ausstellung in der Schirn
Frida Kahlo, Selbstbildnis mit Dornenhalsband, 1940, Öl auf Leinwand, Collection of Harry Ransom Center, The University of Texas at Austin, Nickolas Muray Collection of Modern Mexican Art © Banco de México Diego Rivera Frida Kahlo Museums Trust/VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Eine lebendige surrealistische Szene entwickelte sich in Mexiko um Frida Kahlo (1907 Coyoacán – 1954 Mexiko-Stadt). Die Malerin Kahlo kombinierte in ihrer individuellen Ikonografie Motive der präkolonialen Kultur Mexikos mit christlichen Symbolen sowie ihrer persönlichen Biografie. Sie betonte matriarchale, feministische Traditionen und trug bewusst die Tracht der Gegend um Tehuana, die für ihre von Frauen dominierte Kultur bekannt war. Die Schirn zeigt u. a. ihre Hauptwerke Autorretrato con collar de espinas y colibrí (Selbstbildnis mit Dornenhalsband; 1940) und Autorretrato en la frontera entre México y los Estados Unidos (Selbstbildnis auf der Grenze zwischen Mexiko und den USA; 1932). Fantastische Frauen. Surreale Welten von Meret Oppenheim bis Frida Kahlo. 

Ich weiß wirklich nicht, ob meine Bilder surrealistisch sind oder nicht, aber ich weiß, dass sie der offenste Ausdruck meiner selbst sind.” – Zitat Frida Kahlo

Fantastische Frauen. Surreale Welten… 

Ithell Colquhoun, Anatomie des Baumes, Fantastische Frauen, Surreale Welten, Ausstellung in der Schirn
Ithell Colquhoun, Anatomie des Baumes, 1942, Öl auf Holz, 57 x 29 cm, The Estate of the late Dr. Jeffrey Sherwin and the Sherwin Family, © Samaritans, Noise Abatement Society & Spire Healthcare

Die Ausstellung „Fantastische Frauen. Surreale Welten“ in der Schirn konzentriert sich auf Künstlerinnen, die direkt mit der Anfang der 1920er-Jahre in Paris gegründeten surrealistischen Bewegung verbunden waren, wenngleich bisweilen nur für kurze Zeit: Sie waren mit André Breton persönlich bekannt, stellten mit der Gruppe aus, beteiligten sich an Publikationen und setzten sich mit den surrealistischen Ideen theoretisch auseinander. Mit rund 260 Gemälden, Papierarbeiten, Skulpturen, Fotografien und Filmen von 34 Künstlerinnen aus 11 Ländern bildet die Schau ein vielfältiges stilistisches und inhaltliches Spektrum ab. Neben bekannten Namen wie Louise Bourgeois, Claude Cahun, Leonora Carrington, Frida Kahlo, Meret Oppenheim, (Leonor Fini → zwei Frauen) oder Dorothea Tanning sind zahlreiche bislang weniger bekannte Persönlichkeiten wie Toyen, Alice Rahon oder Kay Sage aus mehr als drei Jahrzehnten surrealistischer Kunst zu entdecken. Sie werden in der Schirn jeweils mit einer repräsentativen Auswahl ihrer Arbeiten vorgestellt. Die Ausstellung spiegelt zudem Netzwerke und Freundschaften zwischen den Künstlerinnen in Europa, den USA und Mexiko

Künstlerinnen in der Ausstellung

Leonora Carrington, Selbstbildnis in der Auberge du Cheval d'Aube, Fantastische Frauen, Surreale Welten, Ausstellung in der Schirn
Leonora Carrington, Selbstbildnis in der Auberge du Cheval d’Aube, 1937/38, Öl auf Leinwand, The Metropolitan Museum of Art, New York © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Die Ausstellung „Fantastische Frauen. Surreale Welten“ zeigt u. a. das Autoportrait,à l’auberge du Cheval d’Aube (1937/38) von Leonora Carrington (1917 Clayton Green – 2011 Mexiko-Stadt), in dem sie sich in der Kleidung eines jungen Mannes aus dem 18. Jahrhundert in Hosen dargestellt hat, flankiert von ihrem wiederkehrenden Alter Ego, einem Pferd, und einer Hyäne als Symbol ihres Freiheitsdrangs. Die Künstlerin Claude Cahun (1894 Nantes – 1954 Saint Helier) schuf bereits in den 1920er-Jahren ihr Hauptwerk, eine Serie von beeindruckenden und äußerst aktuellen fotografischen Selbstporträts und Fotomontagen, in der sie Androgynität und das Spiel mit Geschlechterrollen thematisierte, etwa um 1927 in Self-Portrait (I am in Training … Don’t Kiss Me). Lesetipp: Stadt der Frauen → …

Bildgalerie -Slideshow

Vom 13. Februar bis zum 24. Mai 2020 präsentiert die Schirn Kunsthalle Frankfurt die große Überblicksausstellung „Fantastische Frauen. Surreale Welten von Meret Oppenheim bis Frida Kahlo“, die den Künstlerinnen des Surrealismus gewidmet ist. Tickets einfach und bequem online bestellen. Hier geht es zum Event-Kalender und dem Art On Screen Ticket Service → …

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