Kurzmitteilungen

Helena Rubinstein – Die Schönheitserfinderin

Helena Rubinstein (1870–1965) – Die Schönheitserfinderin ist die Pionierin des weiblichen Unternehmertums.

Helena Rubinstein in Schiaprelli Kleid © Archiv_Archives Helena Rubinstein, Paris (1)Art On Screen - News - [AOS] Magazine
Helena Rubinstein in Schiaprelli Kleid © Archiv_Archives Helena Rubinstein, Paris (1)
Mit sechzehn kehrte sie den engen, kleinbürgerlichen Verhältnissen ihrer jüdischen Familie in Krakau den Rücken, zunächst Richtung Wien, dann nach Australien. Dort begründete sie ohne jegliche Hilfe ein Weltimperium, das den Weg für viele andere, ebenfalls zum Großteil jüdische Unternehmerinnen und Unternehmer auf dem neuen Gebiet der Kosmetik, ebnete. Ihr Unternehmen umfasste bald 100 Niederlassungen in 14 Ländern mit etwa 30.000 Beschäftigten, nebenbei wurde sie zu einer wichtigen Förderin der Künste und Wissenschaften. Wasserfeste Wimperntusche made in Vienna. Die Expansion der Schönheitssalons machte auch vor Wien nicht halt. 1932 eröffnete sie dann einen eigenen Salon am Kohlmarkt 8. Wenige Jahre nach der Eröffnung spielte Wien bereits eine wichtige Rolle für Rubinsteins Unternehmen. Den Wettlauf um die Entwicklung einer wasserfesten Wimperntusche, die bei Regen oder Hitze nicht zerlief, gewann, zunächst unbemerkt, die Wienerin Helene Winterstein-Kambersky. Die nach einer Bleivergiftung an den Rollstuhl gefesselte Sängerin ließ sich die in vielen Versuchen entwickelte wasserfeste Mascara 1935 patentieren. La Bella Nussy Mascara  von Helene Winterstein gibt es bis zum heutigen Tag in Wien.

Ausstellung: Helena Rubinstein. Die Schönheitserfinderin ist von 18. Oktober 2017 bis 6. Mai 2018 im Museum Judenplatz (Jüdisches Museum Wien), einem Museum der Wien Holding zu sehen.

Gurlitt Ausstellung im Kunstmuseum Bern

Gurlitt Ausstellung – Das Kunstmuseum Bern eröffnet die Ausstellung Bestandsaufnahme Gurlitt. «Entartete Kunst» – Beschlagnahmt und verkauft.

Gurlitt Ausstellung - Das Kunstmuseum Bern, Otto Dix, Leonie, 1923, Farblithografie auf geripptem Papier, Art On Screen - News - [AOS] Magazine
Otto Dix, Leonie, 1923, Farblithografie auf geripptem Papier, Kunstmuseum Bern, Legat Cornelius Gurlitt 2014, Provenienz in Abklärung / aktuell kein Raubkunstverdacht © 2017, ProLitteris, Zurich, © Kunstmuseum Bern
Nachdem das Kunstmuseum Bern 2014 überraschend von Cornelius Gurlitt (1932–2014) in seinem Testament als Universalerbe eingesetzt wurde, stellen das Kunstmuseum und die Bundeskunsthalle in Bonn nun unter dem Ausstellungstitel Bestandsaufnahme Gurlitt zeitgleich Teile dieses umfangreichen Bestandes erstmals einer breiten Öffentlichkeit vor. Der Schwerpunkt der Berner Ausstellung liegt auf der von den Nationalsozialisten verfemten Moderne, während Bonn den Fokus auf den NS-Kunstraub und die Folgen legt. Das Kunstmuseum Bern zeigt rund 160 Werke, von denen die meisten während der Aktion «Entartete Kunst» 1937 und 1938 in deutschen Sammlungen beschlagnahmt worden sind. Diese Bestände umfassen hauptsächlich Arbeiten auf Papier, darunter herausragende Werke des Expressionismus, des Konstruktivismus und des Verismus. Vertreten sind Künstler wie Ernst Ludwig Kirchner (Melancholisches Mädchen), Franz Marc und Otto Dix (Leonie). Sowie Werke von Emil Nolde (Weite Landschaft mit Wolken) und Paul Klee

Bestandsaufnahme Gurlitt. «Entartete Kunst» – Beschlagnahmt und verkauft. Kunstmuseum Bern. Zeitgleich bis 18. März 2018  in der Bundeskunsthalle in Bonn: Bestandsaufnahme Gurlitt. Der NS-Kunstraub und die Folgen.

Das Bilderbuch der Elizaveta Porodina – OstLicht

Das Bilderbuch der Elizaveta Porodina. Die Galerie OstLicht zeigt die erste umfassende Einzelausstellung der jungen Künstlerin.

Das Bilderbuch der Elizaveta Porodina,, OstLicht, Bilderbuch 06, 2017 © Elizaveta Porodina | Art On Screen - NEWS - [AOS] Magazine
OstLicht, Bilderbuch 06, 2017 © Elizaveta Porodina
Die Foto-Künstlerin bewegt sich sich mit ihren Arbeiten originell im Spannungsfeld von Fashion-, Porträt- und Dokumentarfotografie. Geboren 1987 in Moskau, emigrierte sie im Jahr 2000 zusammen mit ihrer Familie nach München, wo sie klinische Psychologie studierte. Parallel dazu beschäftigte sie sich mit visuellen Medien wie Illustration, Zeichnung und digitaler Malerei, bis sie sich im Alter von 22 Jahren der Fotografie als neuer Ausdrucksform zuwandte. Überwältigt vom Glücksgefühl, das sie bei ihrem ersten Lookbook-Shooting für eine Jungdesignerin verspürte, entschied sie, sich ganz der Fotografie zu widmen. Neben ihrer Arbeit als Fotografin für Vogue, Hugo Boss, Louis Vuitton & Co begeistert Porodina gleichermaßen auch abseits der Modewelt mit freien Serien und atmosphärischen, ikonenhaften Porträts. Auch Imagekampagnen, Porträtshootings und zuletzt das Hit-Video zu „Baba“ (2017) entstanden durch die Zusammenarbeit mit der österreichischen Kultband Bilderbuch. Durch sorgfältig arrangierte Settings und kunstvolle Lichtsetzung konstruiert Elizaveta Porodina Erzählungen, die in farbenfrohe Fantasie-Szenerien oder in dramatisches Schwarz-Weiß entführen.

Ausstellung: Das Bilderbuch der Elizaveta Porodina bis zum 16.12.2017. Galerie für Fotografie. OstLicht, Absberggasse 27, A-1100 Wien