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Diesen Kuss der ganzen Welt – Moonlight Sonata by Beethoven

Gustav Klimt (1862-1918) war einer  der bekanntesten Vertreter des Wiener Jugendstils und  Präsident der Wiener Secession …

HUBERT SCHEIBL – Fly

Hubert Scheibl ist Österreichs herausragender Vertreter einer überwältigend sinnlichen, gestischen Malerei. Für die Präsentation seiner jüngsten Werkserie verwandelte der Künstler die Orangerie im Unteren Belvedere in ein geheimnisvolles Labyrinth aus Räumen und Bildern.

34 großformatige Werke auf Leinwand, die in den letzten zehn Jahren entstanden sind, werden in experimentellen Rauminstallationen so gehängt, dass sie die Wahrnehmung des Besuchers herausfordern.

Vom Blick aufs Ganze und von der Vertiefung ins Detail

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Hubert Scheibl, Ones, 2012/13, © Hubert Scheibl, Foto: Ditz Fejer, Öl auf Leinwand 195 cm x 140 cm
Die abstrakt-sensible und gestenreiche Malerei von Scheibl wird dadurch in eine neue Dimension gehoben. Hubert Scheibl nimmt aufgrund seines unverwechselbaren Stils eine bedeutende Position innerhalb der abstrakten Malerei in Österreich ein. Seine Werke verlangen vom Betrachter, ständig von der Gesamtansicht in die Detailansicht und umgekehrt zu wechseln. Die aktuelle Ausstellung in der Orangerie geht einen Schritt weiter und fordert die Wahrnehmung der Besucher noch stärker heraus. Großformatige Gemälde und bewusst gesetzte Rauminstallationen bilden ein geheimnisvolles Labyrinth aus Bildern und Räumen, in dem die Grenzen ineinander verschwimmen. Diese Art von Grenzenlosigkeit kommt auch im Titel zum Ausdruck.

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Hubert Scheibl, Plants and Murders, 2014, © Hubert Scheibl, Foto: Armin Plankensteiner, Öl auf Leinwand 290 cm x 200 cm
Die Offenheit der Malerei ist in Scheibls Werken Programm. Der Künstler lotet bewusst die Grenzen des Formats aus, er schafft eine malerisch-grafische Sprache, in der die Zeit als dynamischer Moment festgehalten wird. Die Bilder wirken rätselhaft und vielschichtig, wie in Farbe manifestierte Wolkengebilde. „Scheibls Malerei bildet keine Dinge oder Vorstellungen ab, sie illustriert oder erklärt auch kein Konzept und keine Erzählung; in erster Linie IST sie“, so Mario Codognato, Kurator der Ausstellung. Hubert Scheibl ist Mitglied der Secession, er lernte bei Max Weiler und Arnulf Rainer und nahm in den 1980er-Jahren einmal an Biennale in Venedig und einmal an der in São Paulo teil. Er lebte einige Jahre in New York, dies erklärt auch, warum sein Denken und Arbeiten stark von amerikanischen Schriftstellern und Filmemachern wie z. B. John Williams, Philip Roth und Stanley Kubrick beeinflusst wurde.

ÜBERBLICKSFÜHRUNG: Hubert Scheibl – Fly: 9. November 2016 bis 5. Februar 2017 jeweils Samstag, Sonntag und Feiertag, 16 Uhr in der Orangerie im Unteren Belvedere. [Belvedere]

Sigmund Freud

„Die große Frage, die ich trotz meines dreißigjährigen Studiums der weiblichen Seele nicht zu beantworten vermag, lautet: Was will eine Frau eigentlich?“ [Sigmund Freud, 1856 – 1939]

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Sigmund Freud, 190×210 cm, Acrylic On Canvas, 2015-01, © Voka

FALCO – Das Musical – Österreich, Deutschland, Schweiz…

Der Superstar rockt wieder!  Zum 60. Geburtstag der Popikone feiert ein neues Falco-Musical Welturaufführung und geht ab Januar 2017 erstmals auf große Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Eine liebevolle Hommage an das Genie

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Szenenfoto aus „Rock Me Amadeus“ © Dolezal_Falco
FALCO – Das Musical“ ist eine liebevolle Hommage an das größte Genie der deutschsprachigen Pop/Rap-Geschichte und an einen der schillerndsten und extrovertiertesten Popstars der 80er Jahre, der alles wollte und nie genug bekam. Der das Leben bis an seine Grenzen auskostete, mit allen Höhen und Tiefen, bis zur Selbstzerstörung und sich dabei unsterblich machte. Durch seine Kompromisslosigkeit wurde er zur Ikone einer ganzen Generation.

FALCO – 60. Geburtstag einer Legende

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© Martin Georg Sonnleitner, Artson a tribute to Falco, 150 x 100 cm, Öl-Acryl-Leinwand, 2007
Am 19. Februar 2017 wäre Falco, der erfolgreichste österreichische Popinterpret des 20. Jahrhunderts, 60 Jahre alt geworden. Knapp einen Monat vorher, am 20. Januar 2017, feiert „FALCO – Das Musical“ am Fuße von Schloss Neuschwanstein Weltpremiere im Füssener Festspielhaus und setzt damit der Pop-Legende aus Wien ein (weiteres) würdiges Denkmal. Bis Ende April wird die Show dann in über 50 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, darunter in Berlin, Wien und Zürich, zu sehen sein und den „Falken“ zu neuem Leben erwecken. Am 19. Februar 1957 als Hans Hölzel geboren, erreichte der als „Falco“ berühmt gewordene Musiker mit seiner eigenwilligen Kunstsprache aus Deutsch, Englisch und Wiener Dialekt Weltruhm. Die Hitsingle „Rock Me Amadeus“ erschien 1984 und schaffte es zwei Jahre später als einziger deutschsprachiger Song auf Platz eins der US-amerikanischen Billboard-Charts.

Tiefer Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt von Falco

Alexander Kerbst als Falco, Foto © Marcel-Klette
Alexander Kerbst als Falco, Foto © Marcel-Klette

Verrückt und bildgewaltig, unterstützt durch schrille und extravagante Tanzeinlagen, umrahmt von kunstvollen Projektionen und Original–Videosequenzen will „FALCO – Das Musical“ einen tiefen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt Hans Hölzels alias Falco gewähren. Seine markantesten und seine größten Hits, von „Der Kommissar“ über „Jeanny“, „Out of the Dark“ bis zu seinem Welthit „Rock Me Amadeus“, werden dabei live interpretiert.  Für die Hauptrolle als Falco konnte Alexander Kerbst gewonnen werden.

„Er war Superstar, er war populär. Er war so exaltiert, because er hatte Flair. Er war ein Virtuose, war ein Rockidol“… In diesen Versen geht es nicht um Österreichs Musiklegende Falco (sonst müsste es auch Popidol lauten), sondern um den österreichischen Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart.

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Christine Schnoell Artworks – noellA. Wolfgang Amadeus Mozart, Donation to Debra Schmetterlings-Kinder, 120 x 90 – Acryl, mixed Medias auf Leinwand-Keilrahmen
Aber ohne Frage passt die Beschreibung auch auf den am 19. Februar 1957 als Johann „Hans“ Hölzel in Wien geborenen Sänger selbst. 1978, in den zaghaften Anfängen seiner Karriere, entschloss sich Hölzel, künftig als „Falco“ Karriere zu machen. Die Idee dazu hatte er, als er im Fernsehen den DDR-Skispringer Falko Weißpflog beim Neujahrspringen der Vier-Schanzentournee sieht. Das ‚k‘ in Falko ändert er in ‚c‘, um damit auch international besser auftreten zu können. 1984 erscheint „Rock Me Amadeus“. Einen Song, den der eigenwillige Musiker nur „unter größtem Widerstand“ und auf „Druck seines Managements“ eingesungen hatte und der ihn 1987 zum Weltstar machen sollte. Bis heute gelang es außer Falco keinem Musiker, mit einem deutschsprachigen Lied Platz Eins der US-amerikanischen Billboard-Charts zu erreichen.

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© Christine Schnoell Artworks – noellA. – Falco 120 x 90 cm, Acryl Pigmente Öl auf Leinwand Keilrahmen
Mehr als nur einen Achtungserfolg erzielte Falco bereits drei Jahre zuvor. Mit „Der Kommissar“ (Erstveröffentlichung am 12. Dezember 1981) landete er 1982 europaweit in den Charts (unter anderem Platz Eins in Deutschland, Österreich, Italien und Spanien) und schaffte es in den US-amerikanischen Dance-Charts bis auf Platz 19. Nach seinem internationalen Durchbruch und einer Welttournee musste der Musiker zwischen 1988 und 1991 einige Rückschläge verkraften. Tourneen floppten und musikalisch vermochte er kaum Akzente zu setzen.

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© Martin Georg Sonnleitner, Falco Out of the dark 140 x 120 cm, ÖlAcryl-Leinwand, 2009
Ab 1992 startete der „Falke“ erneut durch. Das Album „Nachtflug“ und die Single „Titanic“ waren mehr als ein Lebenszeichen, und auch auf den anschließenden Tourneen fanden die Fans zu Falco zurück. 1995 gelang ihm mit „Mutter, der Mann mit dem Koks ist da“ ein Song, der auch außerhalb der Techno-Gemeinde zum Hit avancierte. Falco arbeitete an einem neuen Album und veröffentlichte 1996 die Single „Naked“. Der Song erreichte in Österreich Platz vier, konnte sich in Deutschland aber nicht behaupten. Falco stellte daraufhin die Arbeit an dem Album ein. Ein Song des geplanten Albums, „Out Of The Dark“, wird erst Posthum zum Erfolg, denn am 6. Februar 1998, dreizehn Tage vor seinem 41. Geburtstag, stirbt Falco bei einem Autounfall in der Dominikanischen Republik.

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