Schlagwort-Archive: Ausstellungen in der Schweiz

Sonderausstellung – Swiss Pop Art

Die Sonderausstellung Swiss Pop Art (7.5. – 1.10.2017) zeigt erstmals einen umfassenden Überblick über die Pop Art in der Schweiz. Die Pop Art gilt als eine der wichtigsten internationalen Strömungen der Nachkriegszeit. Ausgehend von Grossbritannien und den USA hat sie sich in den 1960er-Jahren rund um den Globus durchgesetzt. Auch für die Schweizer Kunstschaffenden war sie von Bedeutung. Beeindruckt von den provokativen Bildinhalten und den neuen Tendenzen schufen sie zwischen 1962 und 1972 Werke, die sich zwar an die internationalen Vorbilder anlehnen, jedoch auch eine eigene künstlerische Sprache sprechen. Diesen spezifisch schweizerischen Formen und Tendenzen der Pop Art in der Deutschschweiz, im Tessin und in der Romandie widmet das Aargauer Kunsthaus nun eine gross angelegte Schau, welche über die bildende Kunst hinaus auch die Schnittstellen zur Kunst im öffentlichen Raum, zu Fotografie, Musik und Design beleuchtet. Swiss Pop Art vereint rund 270 Gemälde, Papierarbeiten, Skulpturen, Filme und Objekte von 50 Kunstschaffenden. Die Werke stammen aus dem Besitz der Kunstschaffenden, aus diversen Museums- und Privatsammlungen und aus der Sammlung des Aargauer Kunsthauses.

Ito Shinsui – Nostalgie in der Moderne…

Das Museum Rietberg zeigt zum ersten Mal ausserhalb von Japan eine umfassende Ausstellung mit den 100 besten Holzschnitten von Itō Shinsui (1898-1972), einem der bekanntesten Maler und Holzschnittkünstler der modernen japanischen Kunst.

Art On Screen - NEWS - [AOS] Magazine
Itō Shinsui – Vor dem Spiegel – Farbholzdruck, Japan 1916 © Courtesy Taiyo no Hikari Foundation, Japan
Die Werke stammen aus der Sammlung der Nachkommen des Künstlers selbst sowie aus der Sammlung der Nachkommen von Watanabe Shōzaburō, Shinsuis Verleger und «Vater» der shin hanga (wörtlich «Neue Drucke»), einer der zwei Hauptbewegungen der japanischen Grafikkunst des 20. Jahrhunderts. Die ersten Dekaden des 20. Jahrhunderts waren eine Zeit der grossen Umbrüche in Japan. Im Zuge der Modernisierung prallten aus dem Westen importierte Ideologien und einheimische traditionelle Werte aufeinander. Auch in der Kunst war die Frage «Ist es möglich, zugleich japanisch und modern zu sein?» von eminenter Wichtigkeit. Die Spaltung in eine westlich orientierte und eine traditionell ausgerichtete Fraktion fand auch in der Holzschnittkunst ihren Niederschlag. Der Avantgarde-Gruppe der sōsaku hanga («Kreative Drucke») stand die Gruppe der shin hanga, die «Neue Drucke»-Bewegung, gegenüber. Während die Vertreter der «Kreativen Drucke» sich an dem im Westen gängigen Verständnis des Künstlers als alleiniger Autor seines Werkes orientierten und daher ihre Drucke unter dem Motto «selbst gezeichnet, selbst geschnitten, selbst gedruckt» (jiga, jikoku, jizuri) produzierten, arbeiteten Shinhanga-Künstler nach dem Modell der traditionellen Holzschnitte, welches eine Kollaboration zwischen Zeichner, Druckblockschneider, Drucker und Verleger vorsieht. Ito Shinsui – Nostalgie in der Moderne… weiterlesen