David Hockney Ausstellung. Die Tate zu Gast

Bucerius Kunst Forum

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David Hockney: Mr and Mrs Clark and Percy, 1970/71, Tate, © David Hockney, Foto: Tate

David Hockney Ausstellung. Die Tate zu Gast. David Hockney (geb. 1937) zählt zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart. Ihm widmet das Bucerius Kunst Forum nun mit David Hockney. Die Tate zu Gast eine umfassende Ausstellung. Die retrospektiv angelegte Ausstellung entstand in Kooperation mit der Tate und versammelt rund 100 Werke, die größtenteils aus deren Sammlung stammen. 

David Hockney im Bucerius Kunst Forum

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David Hockney: My Parents, 1977, Tate, © David Hockney, Foto: Tate

Die David Hockney Ausstellung ist eine Zusammenarbeit mit der Tate, aus deren Sammlung der Großteil der gezeigten Werke stammt. Darüber hinaus kommen einzelne Leihgaben von der Hamburger Kunsthalle, dem Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk und dem Stedelijk Museum voor Actuele Kunst in Gent. Konzipiert wurde die Schau von der britischen Kuratorin und Hockney-Expertin Helen Little. Insgesamt zeigt das Bucerius Kunst Forum rund 100 Arbeiten – Gemälde, Zeichnungen, Lithografien und Radierungen –, darunter Hauptwerke wie die Gemälde The First Marriage (A Marriage of Styles I), Mr and Mrs Clark and Percy oder My Parents, die hier zum ersten Mal in einer Ausstellung in Deutschland vereint sind. Sie alle machen Hockneys Passion für das Experimentieren mit verschiedenen Medien sichtbar und verdeutlichen, wie sehr er die Zuschreibung zu einer bestimmten Stilrichtung ablehnt.

Der Maler, Grafiker und Zeichner

„Der Ursprung aller Kunst, der Ursprung aller Kreativität, ist Liebe. Wenn jemand glaubt, es gebe etwas Wichtigeres, wüßte ich gern, was das sein sollte.“

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David Hockney: Tea Painting in an Illusionistic Style, 1961, Tate, © David Hockney, Foto: Tate

Mit David Hockney (geb. 1937) präsentiert das Bucerius Kunst Forum einen der bedeutendsten Künstler der Gegenwart. Die Ausstellung zeigt Hokneys Werke aus über sechzig Jahren seines künstlerischen Schaffens – von den frühen Arbeiten als Kunststudent bis hin zum großformatigen Panorama In The Studio von 2017. Sie gibt einen einmaligen Einblick in Hockneys Vielseitigkeit als Maler, Grafiker und Zeichner. David Hockney. Die Tate zu Gast ist eine Reise durch die zahlreichen Methoden, mit denen er seit seinen Tagen als Student am Londoner Royal College of Art bis heute die Natur des Sehens und Darstellens hinterfragt. Dabei steht sowohl Hockneys ständige Suche nach neuen Ausdrucksformen, als auch das Experimentieren mit der Darstellung von Perspektive, Wahrnehmung und Realität im Zentrum. Aber auch sein feines Gespür für zwischenmenschliche Beziehungen und sein Interesse am männlichen Körper wird in zahlreichen Porträts und Aktdarstellungen deutlich. Im Fokus steht Hockneys vielseitiges Schaffen als Maler, Zeichner und Grafiker. David Hockney Biografie, Leben und Werke des Künstlers → …

Hockneys Reise in die USA

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David Hockney: Man in Shower in Beverly Hills, 1964, Tate, © David Hockney, Foto: Tate

1961 reist Hockney das erste Mal in die USA. Zurück in London verarbeitet er die in New York gewonnenen Eindrücke in einer Serie von Radierungen, die er in Anlehnung an William Hogarth A Rake’s Progress (Werdegang eines Wüstlings) nennt. Dieser Serie widmet die Ausstellung ein eigenes Kapitel, ebenso wie seiner frühen Los Angeles-Phase oder seinen Kavafis-Radierungen: 1964 zieht Hockney das erste Mal an die Westküste der USA. Es entstehen Darstellungen von intimen häuslichen Szenen wie etwa in der Arbeit Man in Shower, Beverly Hills (1964). Hier beginnt auch Hockneys lebenslange Faszination für die Schwierigkeiten der Darstellung von transparenten Oberflächen und bewegtem Wasser. Ausgedehnte Reisen und lange Auslandsaufenthalte schlagen sich von nun an immer wieder auf die Wahl seiner Methoden wie auch auf die Wahl seiner oft aus literarischen Quellen stammenden Themen nieder. 

Video zur Ausstellung. Die Tate zu Gast:

Auftakt der chronologisch angelegten Ausstellung im Bucerius Kunst Forum ist Woman with a Sewing Machine von 1954, eine von Hockneys frühesten Druckgrafiken, in der als Modell seine Mutter Laura Hockney erscheint, die er noch zahlreiche Male porträtieren sollte. Ausgehend von dieser frühen Arbeit und selbstreferentiellen Werken wie Doll Boy (1960-1961, Hamburger Kunsthalle) wird zunächst beleuchtet, welcher Entwicklung sich Hockneys Kunst während seines Studiums an der Bradford School of Art und am Londoner Royal College of Art unterzog. Inspiriert von Picasso (Lesetipp: Der junge Picasso – Blaue und Rosa Periode → …) löst er sich bereits in dieser Zeit von der gängigen Vorstellung des einzigartigen Stils eines Künstlers. 

David Hockney Ausstellung. Die Tate zu Gast. 1. Februar bis 10. Mai 2020. Der Katalog mit Beiträgen von Kathrin Baumstark, Helen Little, Gregory Salter, Uwe M. Schneede und Lukas Schepers erscheint im Hirmer Verlag, München (ca. 220 Seiten mit Abbildungen der ausgestellten Werke, 29,00 Euro in der Ausstellung). Tickets für die Ausstellung einfach und bequem online bestellen. Hier geht es zum Event-Kalender und dem Art On Screen – Ticket Service → …

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