Edward Hopper – Landschaftsbilder: Hoppers Blick auf die amerikanische Landschaft

Amerikanischer Maler des Amerikanischen Realismus

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Edward Hopper, Lee Shore, 1941, Öl auf Leinwand 71,8 x 109,2 cm, Privatsammlung © Heirs of Josephine Hopper / 2019, ProLitteris, Zürich, Foto: © 2019. Photo Art Resource /Scala, Florence

Edward Hopper – Landschaftsbilder – ein Blick auf die amerikanische Landschaft. Der amerikanische Maler Edward Hopper (1882–1967) gilt als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. In Europa vor allem für die Ölgemälde mit Szenen des städtischen Lebens bekannt, die er in den 1920er- bis 1960er- Jahren schuf und von denen einzelne Werke ausserordentlich populär wurden, ist es verwunderlich, dass seine Landschaftsbilder & Landschaftsgemälde bisher weniger beachtet wurden. Überraschenderweise gab es bisher noch keine Ausstellung, die sich umfassend mit Hoppers Blick auf die amerikanische Landschaft auseinandergesetzt hat.

Edward Hopper Ausstellung in Riehen bei Basel

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Edward Hopper, Lighthouse Hill, 1927, Öl auf Leinwand, 73,8 x 102,2 cm, Dallas Museum of Art, Schenkung Mr. und Mrs. Maurice Purnell © Heirs of Josephine Hopper / 2019, ProLitteris, Zürich Foto: Dallas Museum of Art, Photo by Brad Flowers

Die Fondation Beyeler in Riehen bei Basel präsentiert nun eine umfangreiche Ausstellung mit ikonischen Landschaftsgemälden in Öl sowie einer Auswahl an Aquarellen und Zeichnungen. Erstmals werden zudem Hoppers Werke in einer Ausstellung in der deutschsprachigen Schweiz gezeigt. Die Ausstellung umfasst 65 Werke des Künstlers aus den Jahren 1909 bis 1965 und wird organisiert von der Fondation Beyeler in Kooperation mit dem Whitney Museum of American Art, New York, in dessen Beständen sich die weltweit grösste Hopper-Sammlung befindet. Hoppers amerikanische Landschaften & Landschaftsgemälde sind geometrisch klare Kompositionen. Hauptelemente sind Häuser, welche menschliche Besiedlung versinnbildlichen. Eisenbahnen strukturieren die Bilder horizontal und stehen für das Streben des Menschen, die Weite des Raumes zu durchmessen. Ein ausgedehnter Himmel ebenso wie besondere Lichtstimmungen, strahlendes Mittagslicht und das Licht der Dämmerung machen die Grösse der sich stetig wandelnden Natur auch in einem eigentlich statischen Landschaftsbild anschaulich. Ein Leuchtturm etwa wird dabei zu einem Bezugspunkt in der Weite von Meer und Küste.

Hoppers Gemälde – Cape Cod Morning

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Edward Hopper, Cape Cod Morning, 1950 Öl auf Leinwand, 86,7 x 102,3 cm, Smithsonian American Art Museum, Gift of the Sara Roby Foundation © Heirs of Josephine Hopper / 2019, ProLitteris, Zürich, Foto: Smithsonian American Art Museum, Gene Young

Hoppers Landschaftsgemälde evozieren den Eindruck, es ginge eigentlich um etwas Unsichtbares, das sich ausserhalb der Darstellung ereignet. Beispielhaft dafür ist sein Gemälde Cape Cod Morning von 1950: Die aus einem Erker blickende Frau, auf deren Gesicht sich Sonnenlicht abbildet, sieht etwas, das vom Betrachter nicht gesehen werden kann, weil es sich ausserhalb des Bildraums befindet. Den sichtbaren Landschaften Hoppers stehen immer unsichtbare, im Inneren des Betrachters erscheinende subjektive Landschaftsbilder gegenüber. Die Landschaften von Edward Hopper sind, wie alle seine Gemälde, von Melancholie und Einsamkeit bestimmt. Oft vermitteln sie das Gefühl von Unheimlichkeit und Bedrohung. Hopper macht in seinem Werk auch das manchmal brutale Eindringen des Menschen in die Natur sichtbar, indem er Landschaft zu Stadtlandschaft in Beziehung setzt. Hopper trug wesentlich dazu bei, die Idee eines melancholischen, auch von den dunklen Seiten des Fortschritts geprägten Amerikas zu etablieren – als riesiger unbegrenzter Raum, der vor allem durch seine Entwicklung im Kino enorm populär werden sollte, von Alfred Hitchcocks Der unsichtbare Dritte (1959) über Wim Wenders’ Paris, Texas (1984) bis hin zu Kevin Costners Dances with Wolves (1990). Hoppers Biografie, Leben, berühmte Werke → … 

Wim Wenders: Two or Three Things I Know about Edward Hopper

Als besonderes Highlight bei der Schau „Hoppers Landschaftsbilder- und Gemälde“ hat der deutsche Filmregisseur Wim Wenders (Biografie →…) einen 3D-Kurzfilm mit dem Titel Two or Three Things I Know about Edward Hopper realisiert, der in einem eigenen Screeningraum gezeigt wird. Der Film ist Wenders’ persönliche Hommage an Edward Hopper, der ihn nachhaltig beeindruckt und sein filmisches Schaffen beeinflusst hat. Auf der Suche nach dem „Hopper Spirit“ reiste er durch die USA. Was Wenders dort aufnahm, hat er zu diesem eigens für die Ausstellung konzipierten Film verdichtet.

Edward Hopper – Landschaftsbilder – Ausstellung: Vom 26.1. bis 17.5.2020 präsentiert die Fondation Beyeler eine umfangreiche Ausstellung mit ikonischen Landschaftsgemälden in Öl sowie einer Auswahl an Aquarellen und Zeichnungen. Tickets für die Edward Hopper Ausstellung können Sie hier einfach und bequem online bestellen. Hier geht es zum Event-Kalender und dem Art On Screen – Ticket Service → …

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