Johanna Staude, unvollendetes Werk von Gustav Klimt – Das Bildnis von Johanna Staude, 1917 ist eines der letzten Werke von Gustav Klimt. Vor allem an der Gestaltung des Kleides zeigen sich Hinweise, dass Klimt das Bild nicht vollendet hat. Bei dem Bildnis Johanna Staude – verwitwete Widlicka: geboren am 16. Februar 1883 in Wien, gestorben am 2. Juli 1967 ebenda – handelt es sich wahrscheinlich nicht um einen Porträtauftrag im klassischen Sinn.
Gustav Klimt – Johanna Staude

Das Brustbildnis der Johanna Staude (verwitwete Widlicka; geboren am 16.2.1883 in Wien, gestorben am 2.07.1967 ebenda) ist eines der letzten Damenbildnisse von Gustav Klimt. Es zeichnet sich im Vergleich zu den vorangegangenen durch die ruhige, einfache Komposition aus. Johanna Staude stand nach eigener Aussage nicht nur Gustav Klimt Modell, die Wienerin posierte auch für Egon Schiele. Im Herold-Adressbuch für Wien war sie selbst als Kunstmalerin verzeichnet, bisher sind aber keine Werke aus ihrer Hand bekannt. John Collins nimmt an, dass Klimt Johanna Staude dem Schriftsteller Peter Altenberg vorstellte, in dessen Haushalt sie später arbeitete. Durch einen Brief von Klimt an Hermann Bahr ist belegt, dass Klimt sich für das Leben seiner Modelle durchaus interessierte und auch versuchte, ihnen nicht nur finanziell zu helfen. Hermann Bahr bat er beispielsweise, seinem Modell Therese Tischler durch eine Empfehlung eine Stelle am Theater zu verschaffen. Klimts verschollen geglaubtes Gemälde „Fräulein Lieser“ finden Sie hier → …
Gustav Klimts Goldene Periode
Eine weitere Ikone des Jugendstils und eindrucksvolles Beispiel Klimts sogenannter Goldener Periode ist sein Bildnis der Judith → … Die Heldin und Retterin ihres Volkes ist als „femme fatale“, sinnlich und verführerisch-aufreizend dargestellt. Gustav Klimt – Freundinnen – Die Goldene Periode → … Die Ambivalenz zwischen der ursprünglich katholischen Rezeption als Allegorie der Keuschheit und der Vorstellung der sexualisierten Verführerin trägt zum Reiz und der subversiven Wirkung des Bild bei. Die stilistische Entwicklung der im Auftrag des wohlhabenden Wiener Großbürgertums entstandenen Damenporträts, vom frühen Bildnis der Sonja Knips (1898) → … über Fritza Riedler (1906)→ …, bis hin zum unvollendeten Porträt der Johanna Staude (1917/18), kann im Belvedere eindrucksvoll nachvollzogen werden. In den Sommermonaten zog sich der Kuenstler häufig an den Attersee zurück, wo der Großteil seiner Landschaftsbilder, wie Mohnwiese (1907), Sonnenblume (1907) und Allee im Park vor Schloss Kammer (1912), entstand. Am 6. Februar 1918 starb Gustav Klimt im Alter von 56 Jahren an den Folgen eines Hirnschlags. Er hinterließ zahlreiche unvollendete Gemälde, darunter das Bildnis der Amalie Zuckerkandl (1917/1918) → … und Adam und Eva (1917), die ebenfalls zur Sammlung des Belvedere zählen. Dame mit Fächer → …
Gustav Klimt Gemälde – Johanna Staude, 1917

Gustav Klimt und das Wiener Belvedere
Das Belvedere besitzt heute mit 24 Arbeiten die weltweit größte Sammlung an Ölgemälden des Ausnahmekünstlers, darunter die beiden Meisterwerke seiner Goldenen Periode Kuss (Liebespaar → …) und Judith sowie bedeutende Porträts wie Sonja Knips, Fritza Riedler oder Johanna Staude, Landschaften und allegorische Darstellungen. Das Klimt Bildnis der Adele Bloch-Bauer I wird auch Goldene Adele → … genannt und befindet sich in der Neuen Galerie New York. Zudem zählen des Weiteren ein autografisches Skizzenbuch von Klimt sowie der in der Wiener Secession befindliche monumentale Beethovenfries zur Sammlung des Belvedere. Gustav Klimt und das Belvedere Museum → … Aktuelle Ausstellungen, Events & Konzerte in Österreich, Deutschland und der Schweiz finden Sie im Art On Screen – Event Kalender. Tickets für aktuelle Ausstellungen im Belvedere können Sie einfach und bequem hier online bestellen → …

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