Martin Georg Sonnleitner, L`usage des plaisirs, 2011, 100 x 80 cm , Öl – Leinwand, Realism, [AOS] Magazine

Martin Georg Sonnleitner

Martin Georg Sonnleitner
Martin Georg Sonnleitner

Martin G. Sonnleitner, Mitglied der „Soho community of fine artist`s“ in New York/US. [AOS] – Künstler:

Ausstellungen in New York (USA), Brüssel (B), Hamburg, München, Lüneburg (D), Wien, Salzburg, Sankt Pölten, Graz (A). Seine Arbeiten befinden sich in öffentlichen (NÖ Artothek) und privaten Sammlungen (Museum Angerlehner) in Österreich, Amerika, Deutschland, Holland und Belgien.

Über Malerei reden, ergibt für mich eigentlich wenig Sinn. Indem man mit Worten versucht etwas zu vermitteln, verändert man es und sollte diese Eigenschaften besser in der Schriftstellerei oder einer fachlichen Abhandlung über physikalische Phänomene belassen. Man läuft sonst Gefahr Eigenschaften die nur die Malerei wiedergeben kann durch das gesprochene Wort wertentfremdend zu deformieren und genügsam zu machen.

Dennoch bin ich der Malerei sehr verbunden, da ich durch sie viele außergewöhnliche Erfahrungen erleben durfte. Sie hat den Schmerz und das Leid zwar nicht gänzlich gelindert, aber sie hat mir immer Gesellschaft geleistet, wenn ich einsam war und sie hat mir als eine eigenwillige Form der Kommunikation geholfen mit Menschen in Berührung zu kommen. Die Malerei als reinste Kunstform ist für mich das Tor zur Erkenntnis, als auch das Haus in dem ich wohne!

Martin Georg Sonnleitner, A33 Cage, 2014, 100 x 100 cm, Öl-Acryl-Leinwand, Abstract, im [AOS] Magazine
Jeder Künstler muss ein individuell gestörtes Wahrnehmungsverhältnis zur Außenwelt haben, sonst würde er seine Tage im Büro oder auf der Theaterbühne verbringen. Denke nicht beim Malen, befreie dich und leg den Alltagsrealismus ab, tritt locker an, bleibe naiv – sprenge die Leinwand, groß, impulsiv, farbtriefend – Verständnis und Interpretation liegen sowieso im Auge des Betrachters! Der Sinn eines Bildes ist nicht die 1:1 Wiedergabe des zu malenden Gegenstandes sondern die Wahrnehmung der gefühlten Gegenständlichkeit, lass persönliche Reflexe einfließen auch wenn sie den Rhythmus scheinbar stören, baue billige Gags ein. Der Betrachter muss beim Anschauen eines Bildes zum Sehen angeführt und erzogen werden! Bildnerische Harmonie wird schnell langweilig – anarchische Disharmonie verstört und weckt Neugierde.

Martin Georg-Sonnleitner
Martin Georg-Sonnleitner

Manchmal musst du kämpfen, auf die Leinwand einprügeln in der vagen Hoffnung, dass mein richtiges, fachgerechtes Tun letztlich etwas Richtiges, Sinnvolles zustande kommen lässt. Wenn ich beim Malen ein Motiv verzerre oder zerstöre, ist das soweit geplant als ich das Motiv, wie ich es als Entwurf gemalt habe, irgendwie unansehnlich wirkend empfinde. Dann versuche ich eben, meinem Gefühl zu entsprechen, es ansehnlicher zu machen. Und das heißt, derart lange zu malen oder zu zerstören, bis es mir besser gefällt. Und warum das so ist, darüber bin ich mir keine Rechenschaft schuldig.

Martin G. Sonnleitner
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