The Heidi Horten Collection

Mit der Ausstellung – WOW! The Heidi Horten Collection – wird eine der beeindruckendsten Privatsammlungen Europas erstmals öffentlich gezeigt.

The Heidi Horten Collection, MARC CHAGALL, LES AMOUREUX, Art On Screen - News - [AOS] Magazine
MARC CHAGALL, LES AMOUREUX, 1916 © Courtesy Heidi Horten Collection © Bildrecht, Wien, 2018
Die Präsentation im Leopold Museum folgt dem lang gehegten Wunsch der passionierten Sammlerin Heidi Goëss-Horten, die Highlights der seit den 1990er-Jahren sorgfältig zusammengetragenen Meisterwerke von Künstlern wie Gustav Klimt, Emil Nolde, Andy Warhol oder Damien Hirst einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Die Förderung von Kunstvermittlungsprogrammen für Kinder und Jugendliche und wöchentlicher Gratiseintritt ins Museum unterstreichen das mäzenatische Engagement der Sammlerin. Die Ausstellung präsentiert 170 Exponate von 75 Künstlerinnen und Künstlern und führt als chronologischer Parcours durch die westliche Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Zugleich bietet die Schau einen individuellen Blick auf das Spektrum von Kunst und KünstlerInnen, das die Sammlerin in den vergangenen rund 30 Jahren unter einem Dach vereinen konnte.

The Heidi Horten Collection

The Heidi Horten Collection, AUGUST MACKE, ZWEI FRAUEN VOR DEM HUTLADEN, Art On Screen - News - [AOS] Magazine
AUGUST MACKE, ZWEI FRAUEN VOR DEM HUTLADEN, 1913 © Courtesy Heidi Horten Collection
Bereits in den 1970er-Jahren begann Heidi Goëss-Horten gemeinsam mit ihrem Mann Helmut Horten, Kunst zu sammeln. Die beiden interessierten sich damals vor allem für Werke des deutschen Expressionismus. Nach dem Tod Helmut Hortens 1987 beschloss Heidi Goëss-Horten, ihre eigene Sammlung mit neuen
Schwerpunkten aufzubauen. Ohne sich vorherrschenden Trends auf dem Kunstmarkt zu unterwerfen, konzentrierte sich die Sammlerin auf Werke der internationalen Moderne, des Neoexpressionismus und der amerikanischen Pop-Art. Sie schuf eine in ihrer Qualität und Dichte einzigartige Kollektion. Als Schwerpunkte der Heidi Horten Collection sind neben dem deutschen Expressionismus mit Meisterwerken von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Emil Nolde und Max Pechstein auch die amerikanische Pop-Art mit Vertretern wie Andy Warhol, Jean-Michel Basquiat oder Roy Lichtenstein zu nennen. Daneben betonen bedeutende Werkblöcke von Marc Chagall, Georg Baselitz, Francis Bacon, Fernand Léger, Gerhard Richter, Yves Klein, Lucio Fontana oder Damien Hirst die internationale Ausrichtung der Sammlung.

Heidi Göess-Horten

The Heidi Horten Collection, Art On Screen - News - [AOS] Magazine
Heidi Goëss-Horten
Die österreichische Mäzenin Heidi Goëss-Horten wurde 1941 in Wien geboren. 1966 heiratete sie den deutschen Unternehmer Helmut Horten, mit dem sie ihre Leidenschaft für das Kunstsammeln entdeckte. Seit dem Tod Helmut Hortens im Jahr 1987 unterstützt Heidi Goëss-Horten als Vizepräsidentin seiner medizinischen Stiftung mehrere Hilfsorganisationen und Projekte in den Bereichen Medizin, Sport und Tierschutz und erhielt für ihr Engagement zahlreiche Ehrungen. In den 1990er-Jahren begann Heidi Goëss-Horten, ihre eigene Kunstsammlung aufzubauen, und versammelte mit Werken von Picasso, Chagall, Nolde oder Warhol, Ikonen der Kunstgeschichte unter einem Dach. 

Link

The Heidi Horten Collection bis zum 29.Juli im Leopold Museum. ÖFFNUNGSZEITEN: Täglich außer Dienstag: 10–18 Uhr, Donnerstag: bis 21 Uhr, Dienstag: geschlossen

America! America! How real is real?

In Zeiten von „Fake News“ und „Alternative Facts“ fordert die Ausstellung America! America! How real is real? zugleich zum Nachdenken über die Produktion und Zirkulation von Bildern auf.

AMERICA! AMERICA! HOW REAL IS REAL? Tom Wesselmann, Smoker #10, 1973. Öl auf Leinwand, 274,3 x 202 cm. Albertina, Wien; Private Collection © VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Art On Screen - News - [AOS] Magazine
Tom Wesselmann, Smoker #10, 1973. Öl auf Leinwand, 274,3 x 202 cm. Albertina, Wien; Private Collection © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Film und Fernsehen, Konsum und Kapital, Politik und Medien – sie alle leben von der Übertreibung, und sie alle sind damit per se Verbündete und Verbreiter der Lüge, des Fakes. Gleichzeitig sind sie es, die unser Bild von Amerika bis heute bestimmen – allein weil sie die Imaginationen amerikanischen Selbstverständnisses tatsächlich beherrschen. Der „American Dream“, die Klischees und die Kunst: Gerade in Zeiten von „Fake News“ und „Alternative Facts“ wird deutlich, wie sehr der amerikanische Traum mit emotional aufgeladenen Bildern und Symbolen verwoben ist. Wohl kaum eine andere Nation ist sich der Wirkungskraft von Bildern so bewusst und setzt sie so gezielt ein. Die Images des „American Way of Life“, die in den Medien und der Unterhaltungsindustrie produziert werden, können bestehende Machtverhältnisse und Vorstellungen von Wirklichkeit zementieren, aber auch radikal in Frage stellen. Denn das ambivalente Verhältnis von Real und Fake, die Strategien von Traum und Täuschung haben sich über Jahrzehnte hinweg auch immer wieder in der Bildkultur Amerikas niedergeschlagen – ob sie nun „nur“ gespiegelt oder aber souverän mit ihnen gespielt wurde. Mit zahlreichen internationalen Leihgaben und Werken aus der Sammlung Frieder Burda, in der die US-Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg einen wesentlichen Schwerpunkt bildet, lädt America! America! How real is real? nun zu einer Exkursion durch diese visuelle Kultur Amerikas ein. „Think“ ist in großen Lettern auf William N. Copleys Imaginary Flag for U.S.A. zu lesen – genau dort, wo sich auf der amerikanischen Flagge sonst die 50 Sterne der Bundesstaaten befinden. 1972, gegen Ende des Vietnamkriegs und zu Beginn des Watergate Skandals entstanden, ist diese subversive Flagge ein Gegenentwurf zu ideologisch verbrämtem Patriotismus.

AMERICA! AMERICA! HOW REAL IS REAL? Ausstellung in Baden-Baden bis zum  21. Mai 2018 im – Museum Frieder Burda – mit Arbeiten von Alex Katz, Roy Lichtenstein, Andy Warhol, u.a.

Heidi Horten Ausstellung im Leopold Museum

Die Ausstellung im Leopold Museum in Wien präsentiert 170 Exponate von 75 Künstlern. Als Schwerpunkte der Heidi Horten Collection sind neben dem deutschen Expressionismus auch die amerikanische Pop-Art mit Vertretern wie Andy Warhol, Roy Lichtenstein zu nennen. 

Ausstellung im Leopold Museum, MAX PECHTSTEIN, GELBE MASKE, Art On Screen - News - [AOS] Magazine
MAX PECHTSTEIN, GELBE MASKE II, 1910 © Courtesy Heidi Horten Collection © Pechstein Hamburg/Tökendorf/ Bildrecht, Wien, 2018

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