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Egon Schiele – Auftakt zum Gedenkjahr 2018

Ich bin froh, dies alles und noch mehr zu erleben, denn gerade diese Erlebnisse, die traurig sind, klären den schaffenden Menschen [Egon Schiele]

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Egon Schiele, Zwei Freundinnen, 1915, Budapest, Szépmüvészeti Múzeum
Als Auftakt zum Gedenkjahr 2018 zeigt die Albertina bereits jetzt eine umfassende Ausstellung von Egon Schieles Werk. Sie positioniert sein radikales OEuvre in einer zwischen Moderne und Tradition gespaltenen Epoche. 160 seiner schönsten Gouachen und Zeichnungen führen in ein künstlerisches Werk ein, das sein großes Thema in der existenziellen Einsamkeit des Menschen findet und in drastischem Gegensatz zu den Wertvorstellungen der Gesellschaft des Fin de Siècle steht. Während Schiele üblicherweise als Teil der künstlerischen und geistigen Elite der Wiener Jahrhundertwende von Mahler bis Schnitzler, von Freud bis Kraus, von Altenberg bis Hofmannsthal betrachtet wird, folgt die Inszenierung der Ausstellung einem anderen Prinzip: Große, im Raum schwebende Fotografien konfrontieren die radikalen Arbeiten des Künstlers mit der Realität seiner Umwelt. Sie bilden den realen Hintergrund, der die Fallhöhe zwischen dem Schaffen Schieles und der ihn umgebenden Gesellschaft verdeutlicht. Egon Schiele – Auftakt zum Gedenkjahr 2018 weiterlesen

Agnes und Karlheinz Essl – Alex Katz

„Mit der ALBERTINA haben wir einen idealen Partner für die Zukunft der Sammlung „Essl“ gewonnen“ [Karlheinz Essl]  

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Alex Katz, Agnes and Karlheinz Essl, 2010, Öl auf Leinen. oil on canvas, 122 x 244 cm, © BILDRECHT Wien, 2016, Foto Mischa Nawrata, Wien

Chagall bis Malewitsch. Die russischen Avantgarden…

Die Russische Avantgarde zählt zu den spannendsten Kapiteln der Kunst des 20. Jahrhunderts.

Marc Chagall, Roter Jude, 1915, St. Petersburg, Staatliches Russisches Museum © Bildrecht, Wien, 2015
Marc Chagall, Roter Jude, 1915, St. Petersburg, Staatliches Russisches Museum © Bildrecht, Wien, 2015

Künstler wie Michail Larionow, Natalia Gontcharowa, Kasimir Malewitsch, Wassily Kandinsky oder Marc Chagall werden weltweit geschätzt und stets mit großem Publikumserfolg ausgestellt. Vielfach existiert in der westlichen Kunstgeschichte jedoch immer noch ein vereinfachtes Bild von einer homogenen russischen Avantgarde. Die Albertina führt ab dem 26. Februar 2016 die tatsächliche Vielfalt der Kunst dieser Epoche vor Augen: 140 Meisterwerke demonstrieren die grundverschiedenen Stile, Gestaltprinzipien und ästhetischen Ideen, die sich nicht nur in den gleichzeitig entstandenen Werken verschiedener Künstler finden, sondern teilweise auch innerhalb ein und desselben Künstleroeuvres.

Meisterwerke in der Albertina

Boris Grigorjew, Porträt von Wsewolod Meyerhold, 1916, St. Petersburg, Staatliches Russisches Museum
Boris Grigorjew, Porträt von Wsewolod Meyerhold, 1916, St. Petersburg, Staatliches Russisches Museum

Gegenseitige Einflüsse und Konflikte zwischen einzelnen Künstlern und Künstlergruppen werden in der umfassenden Schau beleuchtet. Die dynamische Entwicklung von Primitivismus über Kubo-Futurismus bis zum Suprematismus, sowie die zeitlichen Parallelen von gegenständlichem Expressionismus und reiner Abstraktion werden demonstriert. Die Ausstellung der Albertina, die sich auf die Malerei der russischen Avantgarde konzentriert, wirkt der Vorstellung von einer linearen und eindimensionalen Entwicklung der Kunst dieser Epoche entgegen. [Quelle: Albertina]

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Chagall bis Malewitsch. Die russischen Avantgarden.  26.2. bis 26.6.2016 in der Albertina Wien,  täglich 10.00 bis 18.00 Uhr, mittwochs 10.00 bis 21.00 Uhr.

Bildgalerie zur Ausstellung Chagall bis Malewitsch in der Albertina…

Die russischen Avantgarden.  Künstler wie Michail Larionow, Natalia Gontcharowa, Kasimir Malewitsch, Wassily Kandinsky oder Marc Chagall werden weltweit geschätzt und stets mit großem Publikumserfolg ausgestellt.

Albertina | Wien

Die Albertina in Wien zählt zu den bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt. Seit 1805 ist sie in einem der prachtvollsten klassizistischen Palais Europas beheimatet: dem Palais Albertina.

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Einblick in das Goldkabinett Foto © Georg Molterer
Der Name geht auf den Begründer der Sammlung und Schwiegersohn von Maria Theresia (1717-1780), Herzog Albert von Sachsen-Teschen (1738-1822), zurück. Nachdem ihm Kaiser Franz II. (1768-1835) 1794 das 1744 errichtete Stadtpalais von Graf Silva-Tarouca (1696-1771) zum Geschenk gemacht hatte, ließ Herzog Albert das Gebäude 1802 vom belgischen Architekten Louis de Montoyer (1747-1811) durch einen imposanten Prunkraumflügel erweitern. Bereits 1822 veranlasste sein Adoptivsohn Erzherzog Carl (1771-1847) die Neugestaltung der Prunkräume durch Josef Kornhäusel (1772-1860). Das hochherrschaftliche historistische Erscheinungsbild der Palaisfassaden geht auf Erzherzog Albrecht (1817-1895), Carls ältesten Sohn, zurück und resultiert aus dem Abriss der Stadtmauer im Jahre 1861, seit dem sich das Palais in erhöhter Stadtlage, elf Meter über dem Straßenniveau, präsentiert.

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Kleines Spanisches Appartment, Foto © Georg Molterer
1919 enteignete die Republik Österreich das erzherzogliche Palais samt der in ihm verwahrten Sammlung und nannte es fortan „Graphische Sammlung Albertina“.  Nach einem Bombenschaden von 1945 wurden die historischen Fassaden demoliert und mehrere Prunkräume zerstört, die imposante Auffahrtsrampe zur Bastei wurde abgerissen. Im Zuge der Generalsanierung des Palais erhielten die Fassaden zwischen 2000 und 2003 ihr originales Erscheinungsbild zurück, die Prunkräume wurden umfassend restauriert, und der stillgelegte Danubiusbrunnen wurde reaktiviert…  [Quelle: Albertina]

Täglich 10.00 bis 18.00 Uhr, mittwochs 10.00 bis 21.00 Uhr.  Albertinaplatz 1,  A-1010 Wien