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Paul Klee – Fondation Beyeler

Paul Klee ist einer der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts. Zum ersten Mal wird im Rahmen der Ausstellung Klees Verhältnis zur Abstraktion beleuchtet. 

PAUL KLEE MIT DER KATZE FRIPOUILLE, POSSENHOFEN, 1921, Fotograf: Felix Klee, Zentrum Paul Klee, Bern, Schenkung Familie Klee, © Klee-Nachlassverwaltung, Bern, Art On Screen - News - [AOS] Magazine
PAUL KLEE MIT DER KATZE FRIPOUILLE, POSSENHOFEN, 1921, Fotograf: Felix Klee, Zentrum Paul Klee, Bern, Schenkung Familie Klee, © Klee-Nachlassverwaltung, Bern
Wie viele seiner europäischen Künstlerkollegen stellte sich der Künstler dieser Herausforderung. In seinem Oeuvre lassen sich vom Früh- bis Spätwerk Beispiele für die Abkehr vom Gegenständlichen hin zur Gestaltung abstrakter Bildwelten beobachten. Natur, Architektur, Musik und Schriftzeichen sind die zentralen, wiederkehrenden Themen. Anhand von 110 Werken aus 12 Ländern rückt die Ausstellung diesen bislang unbeachtet gebliebenen Aspekt von Klees Schaffen in den Fokus. Bis zum 21. Januar 2018 präsentiert die Fondation Beyeler eine umfangreiche Ausstellung des Künstlers. 

Paul Klee – Zeichen in Gelb

PAUL KLEE, ZEICHEN IN GELB, 1937, 210 (U 10), Pastell auf Baumwolle auf Kleisterfarbe auf Jute auf Keilrahmen, Art On Screen - News - [AOS] Magazine
PAUL KLEE, ZEICHEN IN GELB, 1937, 210 (U 10), Pastell auf Baumwolle auf Kleisterfarbe auf Jute auf Keilrahmen, 83,5 x 50,3 cm, Fondation Beyeler, Riehen/Basel, Sammlung Beyeler, Foto: Robert Bayer, Basel
Mit 20 Werken zählt Paul Klee mit Pablo Picasso zu den Künstlern, die in der Sammlung Beyeler am meisten vertreten sind. Für Ernst Beyeler gehörte Klee zu den bedeutendsten Malern des Jahrhunderts. Eine der ersten Ausstellungen in der Galerie Beyeler an der Bäumleingasse war 1952 Paul Klee gewidmet. Weitere Schauen, die verschiedene Aspekte in Klees Schaffen beleuchteten, folgten. Ernst Beyeler hat mit rund 500 Werken des Künstlers gehandelt. Seine Sammlungspassion galt hauptsächlich dem Spätwerk Klees, das er „wegen der farblichen Qualität und der Ausdrucksstärke“ besonders schätzte. Im Laufe der Jahre ist es ihm gelungen, eine hochkarätige Sammlung zusammenzutragen. Zu deren Schlüsselwerken wie Aufgehender Stern, 1931 und Zeichen in Gelb, 1937, zählen. Beide Werke sind in der Ausstellung zu sehen sein. Ein weiteres Highlight der Ausstellung ist Feuer Abends, 1929, aus dem Museum of Modern Art, New York. [Quelle: Fondation Beyeler]

Klee, Bach & Mozart

Elemente aus verschiedenen Lebensbereichen und Wissensgebieten dienten dem Künstler als Anregung für seine Bilder. In seinem Leben nimmt aber die Musik einen zentralen Platz ein.

Klees grösste Bewunderung galt Bach und Mozart. Mit ihnen war seiner Meinung nach der musikalische Höhepunkt bereits erreicht: Paul Klee: „Bach und Mozart sind moderner als das 19. Jahrhundert.“

Fondation Beyeler, Baselstrasse 77, CH-4125 Riehen.  Täglich 10–18 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr

JORG HARTIG. REALPOP. EINE RETROSPEKTIVE

Das MUSA zeigt Jorg Hartigs bedeutendes umfangreiches OEuvre erstmals in einer konzentrierten, Werke aus sechs Jahrzehnten umfassenden musealen Retrospektive.

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Jorg Hartig, Blauflucht, 1995, 250 x 202 cm, Acryl auf Leinwand © Musa Museum
„In der Malerei gibt es nichts, was es nicht auch in der Natur gibt“, lautet einer der Leitsätze Jorg Hartigs (*1932 Smržovka / Morchenstern, CZ), der Zeit seines Lebens die größte künstlerische Inspiration aus seiner unmittelbaren Umwelt schöpfte – aus dem Alltag, aus Phänomenen der Zivilisation und der Kultur. Am Anfang eines neuen Werks steht bei Hartig meist ein optischer Reiz, dem der Künstler malerisch – spontan und emotional – Form verleiht. Für Hartig ist es dabei wichtig, dass der Betrachter erkennt, was er sieht. Im Sinne von „Schauen und erkennen Sie!“ wendet sich Hartig dabei stets „an den Menschen“, möchte das, was er „erkannt“ hat, vermitteln und gleichzeitig beim Betrachter das „Erkennen“ wecken. Dabei können auch die Titel helfen und die Richtung zeigen: Ohne Titel ist die „Pfütze“ ein dunkles, gegenstandloses Bild, mit Titel erwacht es zum Leben, Spiegelungen werden erkennbar, Glanzlichter erhellen die Szenerie. JORG HARTIG. REALPOP. EINE RETROSPEKTIVE weiterlesen

Gerhard Richter – Neue Bilder

Gerhard Richter – Neue Bilder. Seit über 50 Jahren ar­beit­et der Künstler an der fulminanten Erneuerung der Malerei. Das weit aus­fäch­ernde Œuvre des vielleicht bekanntesten Künstlers unserer Zeit fasziniert durch das Spannungsverhältnis von Figuration und Abstraktion, von Bedeutung und Banalität. Im Werk Gerhard Richters, der am 9. Februar 1932 in Dresden geboren ist und seit 1983 in Köln lebt, dominieren seit den späten 1970er Jahren seine abstrakten Bilder. Anlässlich des 85. Geburtstages von Gerhard Richter am 9. Februar 2017 stellte das Museum Ludwig in Köln (9.2.-1.5.2017) erstmals 26 abstrakte Bilder vor, die alle im letzten Jahr entstanden. Leuchtende Farbigkeit und differenzierte, vielschichtige Kompositionen kennzeichnen die neuen Bilder, die meist auf Leinwand in ganz verschiedenen Formaten gemalt sind. Mit Pinsel, Spachtel, Rakel und Messer bearbeitet der Künstler die in mehreren Schichten aus Ölfarbe aufgebauten Bilder; seine lange Erfahrung – auch in der Einbeziehung des Zufalls in den Entstehungsprozess – führt zu detailr­eichen und äußerst komplexen Kompositionen. Der Zweifel an der Darstellbarkeit von Realität und die Frage nach der Bedeutung des gemalten Bildes liegen Richters Schaffen zugrunde. [Museum Ludwig Köln]