Schlagwort-Archive: Abstraktion

HANS STAUDACHER – „Ein Blick ins Archiv“ Zum 94. Geburtstag

Hans Staudacher, © APA - Herbert Pfarrhofer
Hans Staudacher, © APA – Herbert Pfarrhofer

Hans Staudacher zählt zu der Generation, die nach Kriegsende den Kunststandpunkt neu und radikal zu definieren versuchte. Er ist Begründer und Hauptvertreter des österreichischen Informel und gilt als Vertreter dieser internationalen Entwicklung, die gleichzeitig in Europa und Amerika einsetzte (Tachismus, Lyrische Abstraktion, Abstrakter Expressionismus, Action Painting). Seine schwingenden Kompositionen sind in expressiver, gestischer Malweise ausgeführt, Symbole und Notizen, botschaftsfreie, visuelle Schrift in Form von hineingeschriebenen Wörtern und Sätzen auf den Bildträgern wie Leinwand, Faserplatte, Karton und Papier vervollständigen die Werke. Anlässlich des nahenden 94. Geburtstags von Hans Staudacher zeigt die Galerie Ernst Hilger zum Teil noch nie gezeigte Werke aus 1950er bis 1990er und gibt einen umfassenden Einblick in das einzigartige Oeuvre des österreichischen Künstlers.

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Hans Staudacher, Konfrontation, 1986 – 1989, Öl auf Leinwand 200 x 170 cm
Staudacher, der früh als Autodidakt mit Zeichnungen, Landschaftsaquarellen und Portraits beginnt, beschäftigt sich mit der Übersiedlung nach Wien mit den Arbeiten von Alfred Kubin, Egon Schiele und Gustav Klimt. Er tritt der Wiener Secession bei und nimmt an deren Ausstellungen teil. Frühe grau-schwarze, kleinformatige Arbeiten werden von größeren, farbigen Gemälden abgelöst, in denen die individuelle Zeichensprache des Informel erkennbar ist. Ab 1951 entstehen erste, tachistische Kunstharz- und Stempelbilder sowie Collagen mit „armen“ Materialien. Während seiner zahlreichen Parisaufenhalte (1954-62) setzt sich Staudacher intensiv mit dem Werk von Georges Mathieu und dem „Lettrismus“, der Verbindung von Bild und Schrift, auseinander. Diese Einflüsse und Beobachtungen prägen fortan sein gesamtes Schaffen. 1956 vertritt der Künstler Österreich bei der 28. Biennale in Venedig, 1965 Hauptpreis auf der Biennale in Tokio. Seit diesen Jahren entwickelt er konsequent eine sehr persönliche Handschrift in seiner abstrakten Malerei, in der die spontane Geste zentrales Thema ist.

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HANS STAUDACHER – „Ein Blick ins Archiv“ Zum 94. Geburtstag: Bilder und Zeichnungen aus 50 Jahren bis 21. Jänner 2017. Dorotheergasse 5, 1010 Wien.

Gerhard Richter – Strip, 2011

Einer der jüngsten Wege, die Richter im Zuge seiner Erforschung von Abstraktion und Farbe eingeschlagen hat, ist seine Arbeit mit Streifen.“Strip“ 2011…

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© Gerhard Richter – Strip – Digitaldruck auf Papier zwischen Aluminium und Perspex – Diasec – 2011, 160 cm x 300 cm Werkverzeichnis 920-6

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Gerhard Richter im 21. Jahrhundert

Im Kunstkompass, einer „Weltrangliste der lebenden Künstler“ belegte Gerhard Richter bis 2015 den ersten Platz und gehört weltweit zu den teuersten lebenden Gegenwartskünstlern.

[…] „Es geht nur noch um den Preis“ Die Summen, die für seine Kunst gezahlt werden, nennt er schockierend. Manche seiner Bilder hält er für überbewertet. Und dass sein Ruhm schon bald zerbricht? Damit rechnet er geradezu… [Quelle: DIE ZEIT Nr.10/2015, 5. März 2015]

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© Gerhard Richter 2016
Gerhard Richter wird am 9. Februar 1932 in Dresden geboren. Um die Jahrtausendwende konzentriert sich Richter mehr und mehr auf seine Abstrakten Bilder. Zu Beginn der 1990er-Jahre ist Richter voll und ganz mit seinen Abstrakten Bildern befasst, denen er sich nahezu das gesamte erste Jahr der Dekade widmet. Nach hektischen Jahren, bedingt durch Ausstellungstermine und wachsende Nachfrage auf dem Kunstmarkt, geht es ihm jetzt nachdrücklich um ein überschaubareres Pensum.  Für Richter ist 2002 auch wegen der ihm gewidmeten, großen Retrospektive “Forty Years of Painting“ am MoMA in New York ein entscheidendes Jahr.

John Cage

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© Gerhard Richter – Cage 6 – Öl auf Leinwand, 2006, 300 cm x 300 cm Werkverzeichnis 897-6
Die von Robert Storr kuratierte Schau versammelt 190 Arbeiten. Begleitet von einem einflussreichen Katalog ist sie eine der umfassendsten Ausstellungen zu Richters Werk überhaupt. Darüber hinaus bekräftigt sie Richters Rang als einen der führenden Künstler weltweit. Im darauffolgenden Jahr, 2006, entsteht mit „Cage“ einer von Richters bedeutendsten abstrakten Bildzyklen. Die sechs großformatigen Leinwände, von Nicholas Serota „gebieterisch„6“genannt, verdanken ihren Titel dem amerikanischen Komponisten Neuer Musik John Cage, den Richter zwar nie persönlich begegnet, dessen Werk jedoch seit langem eine innere Verwandtschaft mit seinem eigenen hat.

Tausendundeine Nacht

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© Gerhard Richter – Sindbad – Lack hinter Glas, 2008, 30 cm x 24 cm Werkverzeichnis 905-3
2008 beginnt Richter seine Arbeit an „Sindbad“, einem bedeutenden abstrakten Werkzyklus in leuchtenden Farben. Sindbad, eine Arbeit aus 100 kleinformatigen Glasbildern mit rückseitiger Emaillierung ist Richters erster Zyklus mit Bezug auf Tausendundeinenacht, 2010 folgt der Zyklus „Aladin“. Dass der Künstler zu dieser Zeit viel über den Mittleren Osten nachdenkt, wird auch anhand der verwandten Bildserien „Bagdad“ 2010, und Abdallah“, 2010, deutlich. Sindbad greift teilweise jene hellere Palette auf, mit der sich Richter in den abstrakten Arbeiten der späten 1970er und frühen 1980er-Jahre auseinander gesetzt hat, und so ist der Zyklus eine facettenreiche, fröhliche Erkundung von Farbe und Abstraktion. Gerhard Richter im 21. Jahrhundert weiterlesen

Sagen und Legenden – Rheingold, Götterdämmerung… Abstraktionen von Sascha Weinberg bei Art On Screen

Sascha Weinberg | Ausstellungen: Art Expo Venedig, Wien...
Sascha Weinberg | Ausstellungen: Art Expo Venedig, Wien…

Sascha Weinberg, fühlt sich in der germanischen Mythologie tiefverwurzelt. Seine Werke zeichnen sich aus durch große Präsenz, inhaltliche Tiefe und die einzigartige Verlauftechnik, in der die meisten seiner Bilder entstanden sind. Auf seine ganz eigenwillige Art und Weise interpretiert er Sagen und Legenden aus der Germanischen Mythologie, angefangen bei den 4 Elementen, aus denen unsere Welt besteht bis hin zur Darstellung von Rheingold oder der Götterdämmerung.

In seinen Bildern will der Künstler auf unseren Ursprung verweisen, eine Rückbesinnung auf das Wesentliche erzielen, dem wir ohnehin nicht entfliehen können.  Weiterlesen…

Abstraktion in Österreich. Ausstellung zur Entwicklung der abstrakten Malerei in der Albertina Wien bis zum 6. September 2015.

Markus Prachensky, Amanpuri, Acryl auf Leinwand, 1999, © Albertina Wien - Schenkung des Künstlers
Markus Prachensky, Amanpuri, Acryl auf Leinwand, 1999, © Albertina Wien – Schenkung des Künstlers

[…] Anlässlich der Schenkung der Sammlung Ploner zeigt die Albertina eine Ausstellung zur Entwicklung der abstrakten Malerei und Zeichnungen in Österreich seit 1960.

Die Sammlung Ploner wurde ab 1997 aufgebaut, mit einem Schwerpunkt auf abstrakte Kunst aus Österreich. Nach dem Tod des Sammelgründers Dr. Heinz Ploner im Jahr 2011 entschloss sich Frau Regina Ploner 2014 dazu, große Teile der Sammlung an die Albertina und das Belvedere in Wien sowie and das Joanneum in Graz zu schenken, um sie dauerhaft zu erhalten und einem möglichst großen Publikum zugänglich zu machen.

Mit rund 110 Werken präsentiert die Ausstellung in der Albertina die wichtigsten Facetten der Entwicklung der abstrakten Kunst in Österreich seit 1960 bis hin zu neuesten Positionen. Die Auswahl der Ausstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern folgt den in der Sammlung Ploner vertretenen Künstlern. Dieser Auswahl bewusst hinzugefügt wurden ausgewählte Werke von Franz Grabmayer, Wolfgang Hollegha und Markus Prachensky. [Quelle: Albertina, Wien]

Der Begleitband erscheint anlässlich folgender Ausstellungen:

Abstraktion in Österreich. 1960 – heute | Albertina bis zum 6. September 2015. Selbstverständlich Malerei! Die Sammlung Ploner | Belvedere bis zum 29. September 2015. Malerei im Wandel. Die Sammlung Ploner | Neue Galerie Graz, Universalmuseum Joanneum vom 3. März – 8. Mai 2016