Schlagwort-Archive: Joan Miró

DALÍ, ERNST, MIRÓ, MAGRITTE …

Surreale Begegnungen aus den Sammlungen Roland Penrose, Edward James, Gabrielle Keiller, Ulla und Heiner Pietzsch.

Art On Screen - NEWS - [AOS] Magazine
Leonora Carrington (1917–2011) Portrait of the Late Mrs. Partridge 
(Porträt der verstorbenen Mrs. Partridge), 1947 Öl auf Holz, 100,3 x 69,9 cm, Ehemals Sammlung Edward James Privatsammlung © VG Bild-Kunst, Bonn 2016
Mit der groß angelegten Schau Dalí, Ernst, Miró, Magritte präsentiert die Hamburger Kunsthalle über 180 bisher kaum gereiste Meisterwerke des Surrealismus aus vier der bedeutendsten europäischen Privatsammlungen des 20. und 21. Jahrhunderts. Gezeigt werden weltbekannte Ikonen wie das Mae-West-Lippensofa, das Hummer-Telefon und ein vier Meter großer Paravant des jungen Salvador Dalí neben geheimnisvollen Bildrätseln von René Magritte wie Reproduktion verboten, poetische Formfindungen von Joan Miró und zukunftsweisende bildnerische Experimente von Max Ernst. Berühmte Werke stehen neben neu zu entdeckenden Arbeiten, so der in Deutschland wenig bekannten Surrealistinnen Leonora Carrington, Dorothea Tanning und Leonor Fini. Mit Spitzenwerken aller künstlerischen Medien verführt die Ausstellung die Besucher in die Traumwelten des Unbewussten – ebenso wie die Surrealisten es in den 1920er Jahre anstrebten. Die surrealen Welten wirken bis heute so schockierend wie überraschend, so humorvoll wie faszinierend und dabei immer hoch verführerisch.

Surrealismus

Art On Screen - NEWS - [AOS] Magazine
Dorothea Tanning (1910–2012) Voltage (Spannung), 1942 Öl auf Leinwand, 29 x 30,9 cm, Ehemals Sammlung Gabrielle Keiller, Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch, Berlin © The Estate of Dorothea Tanning / VG Bild-Kunst, Bonn 2016
Der Surrealismus, die prägende Kunstströmung des 20. Jahrhunderts, wird auf diese Weise in einer bisher nicht gesehenen und wegen der Kostbarkeit der Leihgaben unwiederbringlichen Breite erlebbar. Zugleich legt die Ausstellung mit ihrem Einblick in die Entstehung und Qualität von vier der legendärsten, heute teils in alle Welt verstreuten Surrealismus-Sammlungen einen neuen Forschungsschwerpunkt: Sie untersucht in »surrealen Begegnungen« von Werken, Künstlern und Sammlern Unterschiede und Vergleichbarkeiten des Sammelns, seiner historischen Bedingungen und der Entwicklungen des Kunstmarktes innerhalb von 85 Jahren. Sie macht zudem die Integration des surrealistischen Denkens in das Zuhause der Sammler nachvollziehbar und das komplexe Verhältnis von Sammler, Förderer und Künstler für den Surrealismus erstmals anschaulich: Während der exzentrische englische Poet und Mäzen Edward James (1907-1984) und sein Landsmann, der Künstler-Kurator Roland Penrose (1900-1984) Förderer und Freunde der Szene seit der ersten Stunde waren, führen uns die Kollektionen der Schottin Gabrielle Keiller (1908-1996) und des bis heute sammelnden Berliner Ehepaars Ulla und Heiner Pietzsch die nachhaltige Verführungskraft des Surrealismus seit den 1960er Jahren vor Augen. Die vier, heute teils weltweit verstreuten und hinter verschiedensten privaten Türen verschlossenen Sammlungen werden erstmals teilrekonstruiert und öffentlich miteinander konfrontiert. Sie bestärken und ergänzen sich auf überraschende Weise: Präzise Werkgegenüberstellungen verdeutlichen die jeweiligen Sammlungsschwerpunkte und zeigen, wie die Sammler die surreale Auffassung des »Wunderbaren« in ihre Realität, und das »Unheimliche« in ihr Heim integrierten.

Hamburger Kunsthalle

Art On Screen - NEWS - [AOS] Magazine
Max Ernst (1891–1976) Jeune homme intrigué par le vol d’une mouche non-euclidienne (Junger Mann, beunruhigt durch den Flug einer nicht-euklidischen Fliege), 1942-47, Öl auf Leinwand, 82 x 66 cm Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch, Berlin © VG Bild-Kunst, Bonn 2015 Fotograf: Jochen Littkemann, Berlin
Das Ausstellungsprojekt der Hamburger Kunsthalle entsteht in einer erstmaligen trinationalen Kooperation mit der Scottish National Gallery of Modern Art, Edinburgh und dem Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam. Neben einzigartigen Leihgaben der Kooperationspartner ermöglichen vielzählige weitere internationale Leihgaben aus bedeutenden europäischen und amerikanischen Museen und Privatsammlungen einen spannungsreichen Dialog, der so in Zukunft nicht mehr möglich sein wird. Die Ausstellung startete in Edinburgh mit großem Medienecho. Die Hamburger Kunsthalle hat die Schau nochmals bedeutend erweitern können dank exzellenter Leihgaben von über 25 nur in Hamburg zu sehenden weiteren Meisterwerken, unter anderem von Max Ernst, Salvador Dalí und ausgewählten Surrealistinnen. Zu den faszinierenden Sammlerpersönlichkeiten sind eigens Filme produziert worden, sie sind online abrufbar und werden auch im Kinoraum neben der Ausstellung präsentiert.

Erstmals ist ein internationales surreales Online-Spiel speziell für die Schau entwickelt worden, welches auf der Website der Kunsthalle sowie im Vorraum der Ausstellung in das surrealistische Spielen und Denken einführt. Zudem wird ein Multimediaguide angeboten. Wissenschaftliche Vorträge und Symposien sind Teil eines vielseitigen Veranstaltungsprogramms. Surreale Begegnungen aus den Sammlungen Roland Penrose, Edward James, Gabrielle Keiller, Ulla und Heiner Pietzsch bis 22. Jänner 2017…

Hamburger KunsthalleDienstag – Sonntag 10 – 18 Uhr, Donnerstag 10 – 21 Uhr, Montag geschlossen, Glockengießerwall 5,  20095 Hamburg

25 Jahre Egon Schiele Museum – Tulln

Egon Schiele. Fast ein ganzes Leben. Hg. Christian Bauer. Beiträge von Christian Bauer, Alessandra Comini, Nicole Fritz, Wolfgang Krug, Sandra Tretter, Günter Wagensommerer Hirmer Verlag, München
Egon Schiele. Fast ein ganzes Leben. Hg. Christian Bauer. Beiträge von Christian Bauer, Alessandra Comini, Nicole Fritz, Wolfgang Krug, Sandra Tretter, Günter Wagensommerer Hirmer Verlag, München

[…] Das Egon Schiele Museum in Tulln wurde vor 25 Jahren zum hundertsten Geburtstag eröffnet. Die Stadtgemeinde Tulln hat die Würdigung des „Weltstars“ mit der Eröffnung des Geburtshauses im Jahr 2013 engagiert weiter verfolgt und im vergangenen Jahr den Egon Schiele Weg hinzugefügt, der die Kindheit Schieles in einem Stadtspaziergang erlebbar macht.

EGON SCHIELE – Frühe Gemälde 

Die aktuelle Ausstellung steht im Zeichen der frühen Gemälde Egon Schieles. Die Werke des Teenagers entstehen zwar unmittelbar nach Studienbeginn an der Wiener Akademie, doch deren Bildinhalte weisen eindeutig nach Klosterneuburg. [Quelle: Egon Schiele Museum Tulln,  Donaulände 28]

Egon-Schiele-Museum-Tulln

Rückblick: Von der Erde bis zum Himmel, Mirós Werke in der Albertina Wien

Mirós Werke sind von Leichtigkeit und Spontaneität geprägt und doch sorgfältig geplant. Mit einer unbeschwerten, fast kindlichen Faszination für alle Dinge betrachtet er die Welt, bitte weiterlesen →