Die Gelegenheiten, Georgia O’Keeffe (1887–1986), die neben Frida Kahlo wohl berühmteste Künstlerin des 20. Jahrhunderts, in Europa zu sehen, sind rar. Georgia Totto O’Keeffe wurde am 15. November in Sun Prairie, Wisconsin geboren und starb am 6. März 1986 in Santa Fe. Die Malerin war eine Begründerin der amerikanischen Moderne und eine Pionierin als Künstlerin. Ihre monumentalen Blumenbilder aus den 1920er-Jahren, inspiriert von den Schriften Sigmund Freuds und oft mit stark sexualisierenden Deutungen versehen, gehören zu ihren bekanntesten Sujets.
Georgia Totto O’Keeffe – Kunstforum Wien
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Georgia O’Keeffe hat sich als mythische Figur und Malerin der erotisch konnotierten floralen Bilder und körperbezogenen Landschaften in die Kunstgeschichte eingeschrieben. In den USA ist sie eine Kunstikone, am Kunstmarkt führt sie mittlerweile die Rankings der teuersten Künstlerinnen an. In der bis dato größten europäischen O’Keeffe-Ausstellung steht das malerische Œuvre von den künstlerischen Anfängen um 1915 bis zum Spätwerk der 1970er-Jahre im Fokus.
Für Wien ist diese Retrospektive eine sensationelle Premiere: O’Keeffes modernistisches Frühwerk der 1910er-Jahre zählt zu den herausragenden Beiträgen der Abstraktion in der Gefolgschaft von Wassily Kandinsky (Kandinsky Biografie) und Frantisek Kupka. Emotionalität, Unbewusstes, symbolistisch Ornamentales und Organik stehen im Zentrum.
Die im folgenden Jahrzehnt entstandenen Blumen-Bilder zählen zu den populärsten und eindringlichsten Sujets ihres gesamten Werks: Orchideen und exotische Pflanzen im Close Up mit weiblich-erotischer Formensprache. O’Keeffes New York-Arbeiten schildern sowohl die Industrialisierung in den 1920er-Jahren als auch das gigantomanische Wolkenkratzerprojekt Manhattan:
»I think of the City going up«
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Ein weiterer Schwerpunkt der Schau liegt auf den Bildern, die ab 1930 in New Mexico entstanden sind. Die Landschaftsbilder veranschaulichen die mentale Vereinigung mit der kargen Gegend – »O’Keeffes Country«. Ihre legendären schwebenden Geweihe sind zu Emblemen des kollektiven US-amerikanischen Gedächtnisses geworden.
O’Keeffes Spätwerk ist geprägt von Reduktion und Spiritualität – ein Schweben über abstrakten Landschaften. Die Ausstellung verdeutlicht O’Keeffes einzelgängerische und authentische Position in der Moderne, sowie ihre singuläre Strahlkraft, die bis in die Gegenwartskunst andauert.
Die Ausstellung im Kunstforum Wien wird von Tate Modern, London, in Zusammenarbeit mit dem Bank Austria Kunstforum Wien und dem Museum Folkwang, Essen organisiert. Das Kunstforum Wien wird am 31. August 2025 seine Pforten für immer schließen.
Georgia Totto O’Keeffe: 7.12.2016 – 26.03.2017 – Freyung 8, 1010 Wien. [Kunstforum] Ticket für Ausstellungen in Österreich, Deutschland und der Schweiz finden Sie in unserem ART-Magazine Event Kalender hier…

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