Schlagwort-Archive: Salvador Dalí

Die Schirn Kunsthalle in Frankfurt

Die Schirn Kunsthalle in Frankfurt wurde am 28. Februar 1986 feierlich eröffnet. Seitdem hat sie auf rund 2000 m² bislang über 220 Ausstellungen präsentiert, die von mehr als 8 Millionen Besuchern gesehen wurden.

Schirn Kunsthalle, Art On Screen - News - [AOS] Magazine
Ausstellungsansicht „YOKO ONO. HALF-A-WIND SHOW – EINE RETROSPEKTIVE” © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2013, Foto: Norbert Miguletz

Die Schirn ist nicht nur eine der angesehensten und profiliertesten Kunstinstitutionen Europas, sondern auch eine feste Größe im kulturellen Leben der Stadt Frankfurt – ein Ort der Begegnungen, an dem interessierte Bürger, Förderer und Partner, junge oder etablierte Künstler, engagierte Freunde sowie Menschen aus aller Welt zusammenkommen. Das Programm der Schirn richtet seinen Fokus auf kunst- und kulturhistorische Themen, Diskurse und Trends aus der Perspektive der unmittelbaren Gegenwart, mit dem Ziel, neue Sichtweisen zu eröffnen und tradierte Rezeptionsmuster aufzubrechen. Die Ausstellungen widmen sich zeitgenössischen Kunstpositionen und der Kunst der Moderne gleichermaßen. Die Schirn versteht sich als Ort der Entdeckungen und als Seismograf brisanter Entwicklungen in der bildenden Kunst. Das Haus zeichnet sich überdies durch seine aktuelle und zielgerichtete Bildungs- und Vermittlungsarbeit für alle Altersgruppen aus – so zum Beispiel den dauerhaften Spiel- und Lernparcours, die MINISCHIRN oder das Digitorial, ein digitales, ausstellungsbegleitendes Angebot. In den letzten Jahren konnte die Schirn ihre Vorreiterrolle in der integrierten Onlinekommunikation mit zahlreichen fortschrittlichen Anwendungen und Projekten behaupten und weiter ausbauen, angefangen beim Relaunch der Website, dem flächendeckenden, kostenlosen WiFi in den Räumen der Schirn bis hin zu Ausstellungsprojekten, die exklusiv nur online stattfanden. Neben dem Konzept der Website als digitale Begleitung – vor, während und nach dem Ausstellungsbesuch – hat sich das Schirn Magazin mit seinen zahlreichen Artikeln und Features in den Jahren als ein wichtiges Onlinemedium der zeitgenössischen Kunst- und Kulturszene etabliert.

Schirn Kunsthalle, Art On Screen - News - [AOS] Magazine
Yoko Ono in der Ausstellung „YOKO ONO. HALF-A-WIND SHOW – EINE RETROSPEKTIVE”, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2013, Foto: Gaby Gerster

Mit ihrem Programmschwerpunkt von der Kunst des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart hat die Schirn bislang große Überblicksausstellungen, konzentrierte Themenausstellungen und Retrospektiven präsentiert – so zur radikalen österreichischen Kunst der Jahrhundertwende, zu wegweisenden künstlerischen Positionen des Expressionismus und Dadaismus und zur surrealistischen Objektkunst von Salvador Dalí bis Man Ray. Mit den „Impressionistinnen“ hat sie erstmals die Frauen dieser Bewegung betrachtet, mit „Esprit Montmartre“ die Welt der Pariser Bohème sichtbar gemacht, mit „German Pop“ aufgezeigt, wie überraschend die deutsche Pop-Art sein kann, und jüngst mit den STURM-Frauen, die mehr als 113.897 Besucherinnen und Besucher angezogen haben, ausschließlich Künstlerinnen der Avantgarde im Berlin der 1910er- bis 1930er-Jahre vorgestellt. Auch sozial- und kulturhistorische Themen wie „Shopping – 100 Jahre Kunst und Konsum“, „Privat – Das Ende der Intimität“, die visuelle Kunst der Stalinzeit oder die neue Romantik in der Kunst der Gegenwart wurden beleuchtet; die Einflüsse der Theorien von Charles Darwin auf die Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts und die verblüffenden Kausalitäten zwischen Künstlern der Moderne und selbsternannten „Propheten“ dieser Zeit wurden aufgedeckt, sowie das Porträt in der zeitgenössischen Kunst analysiert. 

Zum Konzept der Schirn gehören auch große Einzelausstellungen, die sich mit einem speziellen Aspekt im OEuvre von Künstlerinnen und Künstlern befassen, wie etwa von Carsten Nicolai, Odilon Redon, Edward Kienholz und Nancy Reddin-Kienholz, Haris Epaminonda, Edvard Munch, Jeff Koons, Gustave Courbet, Yoko Ono, Théodore Géricault, Philip Guston, Helene Schjerfbeck, Ulay, Alberto Giacometti und Bruce Nauman oder René Magritte. Die Künstler Jan De Cock, Jonathan Meese, John Bock, Mike Bouchet, Tobias Rehberger oder Doug Aitken erarbeiteten eigens für die Schirn Ausstellungen bzw. zeigten – wie Daniel Richter – erstmals auch neue Arbeiten und Werkkomplexe. 

Externer Link zur Kunsthalle

SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT, Römerberg, 60311 Frankfurt. Öffnungszeiten: Dienstag. Freitag – Sonntag 10 – 19 Uhr. Mittwoch, Donnerstag 10 – 22 Uhr

Flordalí II (Flora Dalinea) – Salvador Dalí

Dalí Museum Berlin, weiterlesen  →

Flordalí II (Flora Dalinea) - Salvador Dalí, Art On Screen - News - [AOS] Magazine
Flordalí II (Flora Dalinea) – Salvador Dalí und „Dalí – Die Ausstellung am Potsdamer Platz“

Dalí Museum in Berlin

„Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes“.

Dalí Museum in Berlin, Art On Screen - News - [AOS] Magazine
Roussillon – Salvador Dalí und „Dalí – Die Ausstellung am Potsdamer Platz“
Im Februar 2009 eröffnete mit „Dalí – Die Ausstellung am
Potsdamer Platz“ direkt in Berlins pulsierender Mitte das erste privatwirtschaftlich initiierte und getragene Kunstmuseum in Deutschland.  Es ist dem Ausnahmekünstler Salvador Dalí gewidmet, der heute vermutlich lieber im surrealen Berlin als anderswo auf der Welt zu Hause wäre. Mit bereits weit über 1,25 Millionen Besucher aus aller Welt zählt das Museum mit seiner  Dauerausstellung zum festen Bestandteil der blühenden Museumslandschaft und bei der Besucherresonanz zur Spitze der Museen in Deutschland.

„COME INTO MY BRAIN“

Dalí Museum in Berlin, Art On Screen - News - [AOS] Magazine
Der Kampf gegen die Bedrohung (L´ére atomique) – Salvador Dalí und „Dalí – Die Ausstellung am Potsdamer Platz“
Mit über 450 Exponaten aus privaten Sammlungen weltweit ermöglicht „Dalí – Die Ausstellung am Potsdamer Platz“ erstmals dauerhaft als museales Kulturhighlight den wohl umfangreichsten Einblick in Salvador Dalís faszinierendes Werk direkt in Berlins pulsierender Mitte. Dieses ausschließlich aus privaten Mitteln finanzierte Kunstmuseum möchte den Besuchern neben dem Spaß an der Kunst Einblicke und Einsichten über das Alltägliche hinaus bieten. „COME INTO MY BRAIN“, lud Salvador Dalí einst selbst ein, in seine Gedankenwelt einzutauchen. Dalí gilt als einer der genialsten Künstler der Moderne, der seine Werke und sich selbst auf spektakulärste Weise inszenierte. Die Besucher erhalten einen umfangreichen Einblick in Salvador Dalís virtuose und experimentierfreudige Meisterschaft in nahezu allen Techniken der Kunst. Darunter Werke bei denen Dalí mit Nägeln gefüllte Bomben explodieren ließ, mit dem Schießen auf Steine den Bulletismus begründete oder im Auftrag der italienischen Regierung ein Mammutwerk zu Ehren Dantes schuf. Neben diesem wohl umfangreichsten und repräsentativsten Überblick über das grafische Werk, werden Arbeitsmappen, illustrierte Bücher, Skulpturen, Münzen und dreidimensionale Installationen des surrealistischen Künstlers gezeigt. Die Dalí_Scouts erleichtern sowohl in nahezu stündlich stattfindenden öffentlichen Führungen als auch bei vorab gebuchten Führungen diese einzigartige Reise im angeregten Dialog.

Dalí Museum in Berlin, Art On Screen - News - [AOS] Magazine
Flordalí II (Flora Dalinea) – Salvador Dalí und „Dalí – Die Ausstellung am Potsdamer Platz“
Die Werke surrealistischer Künstler sind sicherlich erklärungsbedürftig. Dies gilt in besonderem Maße für Salvador Dalí, der zeitlebens ein exzentrischer Selbstdarsteller war, aber vor allem auch ein exzellenter Handwerker und Technikvirtuose. Er thematisierte auf sehr eigenwillige Art komplexe inhaltliche Zusammenhänge in seinen Arbeiten undentwickelte neuartige technische Möglichkeiten diese künstlerisch umzusetzen. Wie in seinen weltweit durch Poster und Postkarten bekannten Ölgemälden be- und verarbeitet Dalí in seinen grafischen Werken immer eine Vielzahl von Gedanken, Motiven, Impulsen und Themen gleichzeitig. Sie ergänzen, verstärken oder widersprechen sich und führen oftmals zu einer neuen und außergewöhnlichen motivischen Synthese. Vieles wird dabei nur angedeutet und erlaubt keine eindimensionale Interpretationsmöglichkeit. Dadurch entsteht Raum für die Phantasie des Betrachters.

Link

Dalí – Die Ausstellung am Potsdamer Platz. Eingang: Leipziger Platz 7, 10117 Berlin.  Mo. – So. 12 – 20 Uhr, Juli + August 10 – 20 Uhr (24.12. geschlossen)