Schlagwort-Archive: Wiener Secession

The Kiss Of Vienna…

Der Kuss – Das Liebespaar, ist eines der bedeutenden Werke von Gustav Klimt und ebenso der Malerei des Jugendstils und der Wiener Secession. Bitte weiterlesen  →

Art On Screen - News - [AOS] Magazine
Der Kuss – The Kiss by Gustav Klimt © Belvedere, Wien

Egon Schiele – Auftakt zum Gedenkjahr 2018

„Ich bin froh, dies alles und noch mehr zu erleben, denn gerade diese Erlebnisse, die traurig sind, klären den schaffenden Menschen.“ [Egon Schiele]

Art On Screen - News - [AOS] Magazine
Egon Schiele, Zwei Freundinnen, 1915, Budapest, Szépmüvészeti Múzeum
Als Auftakt zum Gedenkjahr 2018 zeigt die Albertina bereits jetzt eine umfassende Ausstellung von Egon Schieles Werk. Sie positioniert sein radikales OEuvre in einer zwischen Moderne und Tradition gespaltenen Epoche. 160 seiner schönsten Gouachen und Zeichnungen führen in ein künstlerisches Werk ein, das sein großes Thema in der existenziellen Einsamkeit des Menschen findet und in drastischem Gegensatz zu den Wertvorstellungen der Gesellschaft des Fin de Siècle steht. Während Schiele üblicherweise als Teil der künstlerischen und geistigen Elite der Wiener Jahrhundertwende von Mahler bis Schnitzler, von Freud bis Kraus, von Altenberg bis Hofmannsthal betrachtet wird, folgt die Inszenierung der Ausstellung einem anderen Prinzip: Große, im Raum schwebende Fotografien konfrontieren die radikalen Arbeiten des Künstlers mit der Realität seiner Umwelt. Sie bilden den realen Hintergrund, der die Fallhöhe zwischen dem Schaffen Schieles und der ihn umgebenden Gesellschaft verdeutlicht. Egon Schiele – Auftakt zum Gedenkjahr 2018 weiterlesen

Richard Gerstl Retrospektive – Frankfurt, New York…

Er ist der „erste österreichische Expressionist“ und für viele immer noch ein Geheimtipp: der Maler Richard Gerstl (1883–1908).

Art On Screen - News - [AOS] Magazine
Richard Gerstl, um 1905, Fotografie Archiv Otto Breicha
Er wurde nur 25 Jahre alt und wird in einem Atemzug mit den großen Meistern der Wiener Moderne Gustav Klimt, Egon Schiele und Oskar Kokoschka genannt. In seinen wenigen Lebensjahren schuf der Künstler ein aufregendes und ungewöhnliches, wenn auch überschaubares Werk – eines mit beeindruckenden Höhepunkten und wegweisenden Neuerungen.  Seine Malerei reflektiert seine Auseinandersetzung mit den Widersprüchen der Moderne: Er war ein Rebell, widersetzte sich stilistisch und inhaltlich der Wiener Secession, lehnte deren Schönheitsbegriff ab und bekannte sich zu einer Ästhetik des Hässlichen. Gerstl liebte die Provokation und malte in der Überzeugung, künstlerisch „ganz neue Wege“ zu gehen, gegen tradierte Regeln an. Dabei schuf er schonungslose und selbstbewusste Bilder, die keinem Vorbild folgen und bis heute ihresgleichen suchen. Sein OEuvre ist das eines Suchenden, das bereits vieles vorweg nahm, was erst später in der Kunstgeschichte ausformuliert wurde, etwa in der Malerei des Abstrakten Expressionismus der 1950er-Jahre. Das Porträt, vor allem das Selbstporträt, der Akt und die Landschaft sind Gerstls bevorzugte Genres.

Erste Gerstl Schau in Deutschland und in den USA

Art On Screen - News - [AOS] Magazine
Richard Gerstl, Selbstbildnis als Halbakt, 1902/04, Öl auf Leinwand, 159 x 109 cm, © Leopold Museum, Wien
Die Ausstellung in der Schirn Kunsthalle (-14. Mai) zeigt u. a. zwei Selbstporträts des Malers: das früheste, das Selbstbildnis als Halbakt von 1902/04 und sein letztes, das Selbstbildnis als Akt von 1908. Neben Porträts wie Die Schwestern Karoline und Pauline Fey (März/April 1905) oder das Bildnis Henryka Cohn II (Sommer 1908) präsentiert die Ausstellung auch die zahlreichen Darstellungen von Mathilde Schönberg, etwa Mutter und Tochter (Ende 1906) oder Sitzender weiblicher Akt (Herbst 1908) sowie Porträts der Freunde und Schüler des Komponisten Arnold Schönberg, wie etwa das Bildnis Alexander von Zemlinsky (Juli 1908). Gerstls Gemälde Die Familie Schönberg und insbesondere das Gruppenbildnis mit Schönberg (beide Ende Juli 1908) bilden einen Höhepunkt in der Ausstellung. Die Ausstellung versammelt von 60 überlieferten Werken Richard Gerstls insgesamt 53, darunter Leihgaben aus führenden Museen Österreichs, u. a. aus dem Leopold Museum, der Galerie Belvedere, dem MUMOK, dem Wien Museum, der Albertina, dem Oberösterreichischen Landesmuseum Linz und dem Museum der Moderne Salzburg. Ein großes Konvolut kommt zudem aus der Neuen Galerie in New York, bedeutende Arbeiten aus dem Kunsthaus Zug mit der Sammlung Kamm und weitere Werke aus wichtigen europäischen und amerikanischen Privatsammlungen. Richard Gerstl Retrospektive – Frankfurt, New York… weiterlesen

Richard Gerstl (1883–1908)

„Ich entfessel mich. Und dann bring ich mich um.“ [Zitat –  nicht verifiziert]  

Art On Screen - News - [AOS] Magazine
Richard Gerstl, um 1905, Fotografie Archiv Otto Breicha

LEOPOLD MUSEUM | Wien

DIE SAMMLUNG LEOPOLD  zählt zu den weltweit bedeutendsten Sammlungen der österreichischen Moderne. Die weit über 5000 Exponate umfassende Kollektion, die das Sammler-Ehepaar Rudolf und Elisabeth Leopold über fünf Jahrzehnte zusammengestellt hat, wurde im Jahr 1994 mit Hilfe der Republik Österreich und der Österreichischen Nationalbank in die Leopold Museum-Privatstiftung eingebracht.

MEISTERWERKE DER ÖSTERREICHISCHEN MODERNE – WIEN 1900 – JUGENDSTIL – EXPRESSIONISMUS –  Größte Egon-Schiele-Sammlung

Art On Screen - [ AOS] Magazine NEWS
Gustav Klimt, Tod und Leben, 1910-15 © Leopold Museum, Wien, Inv. 630
Das Leopold Museum präsentiert im Museums Quartier die weltweit größte und bedeutendste Egon Schiele-Sammlung gemeinsam mit Meisterwerken von Gustav Klimt und Oskar Kokoschka. Die Kunst der Zwischenkriegszeit ist u.a. mit Werken von Richard Gerstl, Herbert Boeckl, Hans Böhler, Albin Egger-Lienz, Anton Faistauer, Anton Kolig, Alfred Kubin, Wilhelm Thöny u.v.a. vertreten. Dazu kommen herausragende Werke aus dem 19. Jahrhundert von Ferdinand Georg Waldmüller, Friedrich Gauermann, August von Pettenkofen, Anton Romako, Emil Jakob Schindler, Carl Schuch u.a.m. Die Sammlung Leopold umfasst Gemälde und Grafiken der Kunst um 1900, sowie wesentliche Gegenstände des österreichischen Kunstgewerbes von Otto Wagner, Adolf Loos, Josef Hoffmann, Koloman Moser und Dagobert Peche, viele davon aus der Produktion der Wiener Werkstätte. Teil der Sammlung Leopold sind weiters genuine Objekte aus Afrika und Ozeanien. Werke alter chinesischer und japanischer Kunst ergänzen die Präsentation.

DAS MUSEUM

Fünf Jahrzehnte dauerte es, die Sammlung Leopold zusammenzutragen, seit dem Jahr 2001 hat sie im Leopold Museum ihren endgültigen Platz gefunden: Prof. Dr. Rudolf Leopold (1925–2010), leitete bis zum Ende seines Lebens das gemeinsam mit der Republik Österreich und der Österreichischen Nationalbank gestiftete und vom österreichischen Staat erbaute Museum.

Art On Screen - [AOS] Magazine - NEWS
Oskar Kokoschka, Selbstbildnis, eine Hand ans Gesicht gelegt, 1918-19, Leopold Museum, Wien, Inv. 623 © Leopold Museum, Wien Fondation Oskar Kokoschka-VBK, Wien 2013
Es ist das größte und meistbesuchte Haus des Wiener Museums Quartier. Kern der Sammlung ist die österreichische Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, darunter Hauptwerke von Egon Schiele und Gustav Klimt. Hier wird der Wandel vom Jugendstil zum Expressionismus Schritt für Schritt nachvollziehbar. Den kunsthistorischen Kontext vermitteln Spitzenwerke der österreichischen Kunstgeschichte des 19. Und 20. Jahrhunderts, aber auch einige bedeutende Werke der internationalen Kunst. In großzügigen, lichtdurchfluteten Sälen begegnet man neben Gemälden und Zeichnungen auch kostbarem Kunsthandwerk und Mobiliar aus der Zeit der Wiener Werkstätte, Originalstücken etwa von Koloman Moser oder Otto Wagner, Josef Hoffmann und Adolf Loos. Ein weiterer Sammlungsschwerpunkt sind Skulpturen Afrikas und Ozeaniens. Derartige Objekte dienten vielen Künstlern der Klassischen Moderne als Inspirationsquelle. Das Leopold Museum bietet in Wien die einzige alle Kunstgattungen von Gemälden über Grafik bis zum Kunsthandwerk umfassende Dauerpräsentation zu Wien 1900.

Art On Screen - [AOS] Magazine - NEWS
Egon Schiel, Bildnis Wally Neuzil, 1912 © Leopold Museeum, Wien, INV 453
Bis zum Tag der Übersiedlung ins Museum hat die Familie Leopold inmitten der Bilder ihrer Sammlung gelebt, die Möbel und Gebrauchsgegenstände täglich benutzt. Was mit dem ersten Gemäldekauf des Medizinstudenten Rudolf Leopold begann, entwickelte sich zu einer wahren Kunstleidenschaft. 1994 stiftete Rudolf Leopold mehr als 5000 Werke mit einem Gesamtwert von geschätzten 575 Millionen Euro. Die Werke der Sammlung, allen voran jene von Schiele und Klimt, haben seit den 50er Jahren einen enormen Wertzuwachs erfahren. Dieser ist vor allem dem Umstand zu danken, dass der Sammler lange vor anderen den Wert einer herausragenden Kunst zu einer Zeit erkannte, als diese allgemein verpönt war: Bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts wurden Klimt und Schiele in Österreich nur von wenigen geschätzt, die Kunst Egon Schieles von vielen sogar verachtet. Rudolf Leopold hat nie auf die Urteile seiner Zeitgenossen gehört und setzte sich manches Mal sogar bei Auktionen dem Spott anderer aus, so zum Beispiel als er 1954 unter dem Gelächter der Anwesenden einen damals noch als entartet und pornografisch« geltenden Schiele-Akt ersteigerte.

Leopold verließ sich beim Kaufen und Tauschen auf seine ästhetische Urteilskraft – und die Zeit gab ihm Recht. Aus der subjektiven Auswahl ist eine allgemein anerkannte Kulturinstitution geworden, ein Sammlermuseum, inhaltlich wie substantiell nicht mehr wegzudenken aus der Wiener Museumslandschaft. Der gewaltige Kubus aus hellem Muschelkalk prägt die Gestalt des gesamten Museums Quartiers. Im Inneren des Gebäudes gewinnt man Einblick in ein zentrales Stück österreichischer Geschichte und kultureller Identität. Übersehenes zu entdecken war des Sammlers Prinzip, das bis heute das Programm der Sonderausstellungen prägt. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung der österreichischen Kunstgeschichte sind es oft Gegenüberstellungen künstlerischer Positionen, die neue Aspekte der Sammlung beleuchten. Professor Leopold führte seine Erfolgsgeschichte im Gespräch gern darauf zurück, dass er die Begabung habe, mit seinen »künstlerisch sehenden« Augen die Erschaffung eines Werks nachzuvollziehen. Rudolf Leopolds besondere Fähigkeiten lagen im genaueren Wahrnehmen, im geübten Vergleichen und inspirierten Hervorheben des Wichtigen. Stets brachte er seine subjektiven Gefühle und Stimmungen ein und nahm eine äußerst persönliche Auswahl, Reihung und Präsentation vor. So wurde der Stifter und Museumsgründer – ganz im Sinne der Wiener Secessionisten – zum Schöpfer eines Gesamtkunstwerks, das aus unbeirrbar avantgardistischer Haltung entstand. Das Leopold Museum ist durch seinen Namen für immer mit dem Sammler verbunden, die Sammlung selbst ist Würdigung der österreichischen Kunst und Hommage an die Wiener Moderne.

Von Schiele bis Munch – Sonderausstellungen im Leopold Museum

Art On Screen - [AOS] Magazine - NEWS
Egon Schiele: Versinkende Sonne, 1913, © Leopold Museum, Wien, Inv. 625
Mehr als 60 hochkarätige Sonderausstellungen haben in den ersten zehn Jahren des Museums die permanenten Sammlungen ergänzt, so z.B. Egon Schiele. Landschaften«, Die nackte Wahrheit, Edvard Munch und das Unheimliche«, Ausstellungen zu den Künstlern Kolo Moser, Joseph Maria Olbrich, Josef Maria Auchentaller oder Albin Egger- Lienz sowie Präsentationen bedeutender internationaler Sammlungen. Hervorzuheben sind etwa Präsentation der Meisterwerke des Impressionismus aus dem Musée d´Orsay (Manet, Monet, Degas etc.) oder die Schau zu den Highlights der Klassischen Moderne aus der Schweizer Fondation Beyeler (Cézanne, Picasso, Giacometti u.v.a.). Im Jubiläumsjahr des 10jährigen Bestehens würdigte das Leopold Museum mit Melancholie und Provokation. Das Egon Schiele-Projekt« den bedeutenden Künstler Egon Schiele. Zu Klimts 150. Geburtstag zeigte das Leopold Museum 2012 die erfolgreiche Ausstellung »Klimt persönlich« und mit »nackte männer. von 1800 bis heute« eine der erfolgreichsten Ausstellung des Hauses, die international starke Beachtung fand. Das Leopold Museum präsentiert regelmäßig Sonderausstellungen in intensiver Zusammenarbeit mit führenden Museen aus aller Welt und gastiert vielfach im Ausland, etwa in Athen, Basel, Mailand, Oslo, Paris.

RUDOLF LEOPOLD

SAMMLER, STIFTER UND MUSEOLOGISCHER DIREKTOR DES LEOPOLD MUSEUM

Art On Screen - [AOS] Magazine - NEWS
Prof. Dr. Rudolf Leopold
Professor Rudolf Leopold, geboren am 1. März 1925 in Wien, promovierte 1953 zum Doktor der gesamten Heilkunde. Noch während des Medizinstudiums begann er auch Vorlesungen der Kunstgeschichte zu besuchen und zugleich Bilder und Kunstobjekte zu sammeln, vor allem Werke des damals wenig geachteten Egon Schiele. Mit einer 1955 durch Leopold zusammengestellten Ausstellung moderner österreichischer Kunst in Amsterdam und in Eindhoven rückte der bisher unbekannte Schiele schlagartig in die erste Reihe der europäischen Künstler. Es folgten Schiele-Ausstellungen in Innsbruck (1963), London (1964) und zusammen mit Werken Gustav Klimts 1965 im New Yorker Guggenheim Museum. 1968, zum 50. Todestag Schieles, eröffneten drei Ausstellungen in Wien, 1975 eine große Schau in München. 1972 veröffentlichte Rudolf Leopold seine große Schiele-Monographie als kritisches Werkverzeichnis mit genauem Motivnachweis. 1989 bis 1991 wurde die Schau »Egon Schiele und seine Zeit« mit großem Erfolg in Zürich, Wien, München, Wuppertal und London gezeigt. 1995/96 stellte Rudolf Leopold 152 von ihm ausgewählte Werke Schieles erfolgreich in Tübingen, Düsseldorf und Hamburg aus, weitere Stationen waren 1997 Graz, New York und Barcelona. Im Sommer 1998 wurde die Ausstellung  Egon Schiele. Die Sammlung Leopold in Schieles Heimatstadt Tulln präsentiert, im Herbst desselben Jahres eine Auswahl in Innsbruck. Zur Weltausstellung Expo 2000 in Hannover waren über 230 Kunstwerke in der Kestner-Gesellschaft zu sehen. 1994 wurde vom Stifter Leopold und der Republik Österreich mit Hilfe der Österreichischen Nationalbank die Leopold Museum-Privatstiftung gegründet, in die über 5000 Kunstwerke der Sammlung eingingen. Erste Aufgabe der Stiftung war es, die umfassende Kollektion durch einen Museumsneubau der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 1997 bekam Rudolf Leopold das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst erster Klasse verliehen, 2001 wurde das Leopold Museum eröffnet. In den folgenden Jahren zeigte das Museum mehr als 60 hochkarätige Sonderausstellungen und präsentierte die Sammlung mehrmals außerhalb Österreichs, so zum Beispiel in Mailand, Athen, Hamburg und Oslo. Rudolf Leopold, Museologischer Direktor des Leopold Museum auf Lebenszeit, widmete seine Kraft unermüdlich dem Wohle der Kunst. Er verstarb am 29. Juni 2010. Seine letzte Ruhestätte befindet sich am Grinzinger Friedhof in Wien.

Leopold Museum Logo © Leopold Museum, Wien
Externer Link zum Museum

Leopold Museum-Privatstiftung, Museums Quartier Wien, Museumsplatz 1, 1070 Wien. ÖFFNUNGSZEITEN Täglich außer Dienstag 10–18 Uhr, Donnerstag 10–21 Uhr, Dienstag geschlossen, Juni, Juli, August: Täglich geöffnet